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Donnerstag, 1. August 2019

Generationenwechsel

Meine lieben Leser!

Nach über 30 Jahren Praxistätigkeit wird es nun Zeit, meine Patienten an die junge Generation weiter zu empfehlen.
Hiermit gebe ich bekannt, dass ich meine Praxis zum 01.08.2019 an Herrn Dinh Hieu Ngo weitergebe.
Herr Ngo und seine Frau sind Physiotherapeuten mit langjähriger Berufserfahrung und Zertifikaten in manueller Therapie und manueller Lymphdrainage. Das Bobathzertifikat wird noch in diesem Jahr gemacht.
So bleiben die dreißig Jahre währenden Schwerpunkte Neurologie und Orthopädie erhalten.
Auch die Ergotherapie wird weiter geführt.

Meinen Patienten möchte ich von Herzen für das jahrelang entgegengebrachte Vertrauen danken und bitte Sie, dieses Vertrauen auch meinen Nachfolgern entgegen zu bringen.

Ergotherapie und Physiotherapie

Dinh Hieu Ngo

Kaiser-Wilhelm-Str. 55

12247 Berlin - Lankwitz

Tel.: 030 / 773 75 79



!!! Alles Gute für die Zukunft und stabile Gesundheit !!!




Herzlich willkommen in der neuen Praxis !




Freitag, 6. März 2015

"Wenn das Knie schmerzt", Vortrag

Medizinthemen in der Urania Berlin

http://www.urania.de/programm/2015/z412/



"Programm
Montag, 23.03.2015
Vortrag Medizin und Psychologie
Mo 23.03. 17:00
Orthopädische Vortragsreihe der Evangelischen Elisabeth Klinik

Friedrich Jahn, Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Evangelische Elisabeth Klinik
Dr. med. Kai Roske, Oberarzt, Evangelische Elisabeth Klinik

„Wenn das Knie schmerzt“ – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten
Wir laden Sie herzlich ein, sich umfassend über die Ursachen von Kniegelenkschmerzen und deren Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Vor allem altersbedingte Kniegelenksveränderungen mit Einschränkung der Mobilität führen zum Orthopäden. Unsere Ärzte gehen insbesondere auf den verschleißbedingten Knieschmerz ein und beantworten Fragen wie "Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen bei fortgeschrittenen Gelenkveränderungen?" oder "Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es vor dem Einsatz einer Prothese?" An die Vorträge schließt eine offene Fragerunde an, die die Besucher gern zum Erfahrungsaustausch mit den Referenten nutzen können.

Wir laden Sie herzlich ein!

Evangelische Elisabeth Klinik | Ihre Klinik am Potsdamer Platz! | Lützowstraße 24-26 | 10875 Berlin | www.pgdiakonie.de/evangelische-elisabeth-klinik
Eintritt

Freier Eintritt
Tickets

Bitte reservieren Sie Ihre Karten unter Tel.: 030 – 218 90 91 oder per e-mail an: kontakt@urania-berlin.de.
Vorübergehend ist der Online-Ticketverkauf nicht verfügbar. Bitte nutzen Sie Vorverkaufs- und Tageskasse der Urania.
Wir bitten um Ihr Verständnis. "

Dienstag, 13. Januar 2015

Vortrag über Schulterschmerzen


"Programm
Montag, 26.01.2015
Vortrag
Medizin und Psychologie
Mo26.01.17:00

Friedrich Jahn, Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Evangelische Elisabeth Klinik

Und täglich quält die Schulter! – Ursachen und Behandlungsmethoden von Schulterschmerzen
Wir heißen Sie herzlich willkommen, sich umfassend über das Thema Schulter und ihrer Erkrankungen, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Erfahren Sie, wie die häufigsten Erkrankungen im Bereich des Schultergelenkes durch moderne Verfahren behandelt werden: Engpass- oder Impingement Syndrom | Entzündliche Veränderungen | Abrisse an der Rotatorenmanschette oder der Bizepssehne | Instabilitäten durch Luxationen und Arthrosen. Die Beweglichkeit des Schultergelenks macht viele alltägliche Bewegungsabläufe erst möglich. Unsere Ärzte geben den Interessenten mit ihren Vorträgen Antworten auf oft gestellte Fragen wie "Kann man einer sogenannten "eingefrorenen Schulter" vorbeugen?" oder "In welchen Fällen und wie schnell ist eine Operation sinnvoll?".

An die Vorträge schließt eine offene Diskussionsrunde an, die die Besucher zum Erfahrungsaustausch mit unseren Referenten nutzen können.

Im Anschluss beantwortet das Team der Orthopädie Ihre Fragen rund um das Thema Schulter.

Evangelische Elisabeth Klinik Orthopädie und Unfallchirurgie | Chefarzt Friedrich Jahn Lützowstraße 24-26 | 10875 Berlin | www.pgdiakonie.de/evangelische-elisabeth-klinik
Eintritt

Freier Eintritt
Tickets

Bitte reservieren Sie Ihre Karten unter Tel.: 030 – 218 90 91 oder per e-mail an: kontakt@urania-berlin.de.
Vorübergehend ist der Online-Ticketverkauf nicht verfügbar. Bitte nutzen Sie Vorverkaufs- und Tageskasse der Urania.
Wir bitten um Ihr Verständnis."

http://www.urania.de/programm/2015/y512/

Dienstag, 17. Juni 2014

Gymnastik hilft bei Handarthrose

"Kein Rheumapatient hätte es in Frage gestellt, kein Physiotherapeut hätte daran gezweifelt: Gezielte Handgymnastik erzielt eine klinisch relevante funktionelle Verbesserung bei Handarthrose. Zu diesem Ergebnis kommt eine Vergleichsstudie im Martina Hansens Hospital in Sandvika/Norwegen, durchgeführt von einem Team aus Ergotherapeuten und Rheumatologen um Toril Hennig.

Die Europäische Rheuma-Gesellschaft EULAR (European League Against Rheumatism) gibt schon seit Jahren die Empfehlung an Menschen mit Handarthrose, Übungen zur Verbesserung von Kraft und Beweglichkeit in den Fingergelenken durchzuführen. Allerdings lagen bisher keine randomisierten Studien vor.

Die norwegische Untersuchung umfasste 80 Patientinnen, die im Durchschnitt 61 Jahre alt waren und seit mindestens drei Monaten wegen Fingergelenks- oder Daumensattelgelenksarthrose medikamentös behandelt wurden. Die eine Hälfte der Gruppe vollzog ein dreimonatiges Gymnastikprogramm, die andere Hälfte bildete die Kontrollgruppe. Die Frauen machten Griffübungen mit einem Gummiball (Durchmesser: sieben Zentimeter) und trainierten mit einem Gummiband die Daumenmuskulatur. In den ersten 14 Tagen betrug der Trainingsumfang drei Mal die Woche mit jeweils zehn Wiederholungen pro Übung, danach steigerte sich die Repetition auf zwölf. Die Fittesten erhöhten sogar auf 15 Wiederholungen. Durchschnittlich kamen die Frauen auf 37 Trainingssitzungen. Das Team um Hennig hatte auf einer Zehn-Punkte-Skala die Fähigkeit gemessen, bestimmte Alltagstätigkeiten auszuführen.

Nach drei Monaten war der Unterschied zwischen Gymnastik- und Kontrollgruppe signifikant. Während 13 Personen aus der Interventionsgruppe über eine Verbesserung berichteten, waren es in der anderen nur zwei. Zwei weitere aus der Kontrollgruppe gaben eine Verschlechterung an und 24 von 30 stellten überhaupt keine Veränderung fest. Außerdem bewerteten die Forscher auch die Gelenkschmerzen und die Griffstärke. Nach Kriterien der Fachgesellschaften OMERACT und OARSI hatten auf die Gymnastik 16 Patientinnen angesprochen; in der Kontrollgruppe, die nur eine Informationsbroschüre zum Nutzen ergonomischer Maßnahmen erhalten hatte, waren es zwei.

Damit untermauert und unterstützt die Studie die bisherigen Empfehlungen der EULAR zur Handarthrose. Die Forscher plädieren nun für ein "kostengünstiges und effektives Bewegungsprogramm" in der Standardversorgung. Dafür müssen aber weitere Studien durchgeführt werden und zwar mit deutlich größeren Gruppen. Außerdem ist die Effizienz bei Männern noch nicht untersucht. Um eine Prognose zu wagen: Auch arthrotische Männer werden im therapeutischen Rahmen von Handgreiflichkeiten profitieren können.


Ul.Ma / physio.de"

Dienstag, 11. März 2014

Fingerknacken schadet nicht

"Entwarnung für Knacker
Fingerknacken schadet nicht.

04.03.2014 171154
"Kind, hör auf damit!" Das hören so manche Heranwachsende, die aus Nervosität, Gewohnheit oder um die Eltern zu ärgern mit den Fingern knacken. Gern führen die Erwachsenen dann schwerwiegende Argumente ins Feld, um das unangenehme Geräusch zu verhindern: Es schade den Gelenken, man bekomme davon Arthritis oder gar Arthrose.

Ob das stimmt, wollte Donald L. Unger, Allergologe und selbst von Kindheit an passionierter Fingerknacker, am eigenen Leib herausfinden. Dazu startete er vor über 60 Jahren einen Selbstversuch: An der linken Hand knackte er täglich mindestens zweimal mit den Fingen, die Gelenke der rechten Hand ließ er in Ruhe. Bereits 2004, ein halbes Jahrhundert später, veröffentlichte er die Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Arthritis & Rheumatism". Sein Fazit: Beiden Händen ging es gleich gut. Weder an der linken noch an der rechten Hand fanden Ärzte Anzeichen von Arthrose oder Arthritis. 2009 bekam Unger für diese Arbeit den Ig-Nobelpreis für abwegige Forschungsarbeiten. Dabei war Unger nicht einmal der erste, der sich mit dem Thema beschäftigt hatte. Schon 1990 hatten die Forscher Jorge Castellanos und David Axelrod vom Mount Carmel Mercy Hospital im amerikanischen Detroit festgestellt, dass Knacker nicht mehr unter Arthrose leiden als andere. Und dies obwohl sie häufiger geschwollene Händen hatten, ihr Griff weniger fest war, sie häufiger körperlich arbeiteten, an den Nägeln kauten, mehr rauchten und Alkohol tranken.

Die Erkenntnisse der Forscher sind heute noch aktuell, denn das Vorurteil, Fingerknacken schade nachhaltig den Gelenken, hat sich bis heute gehalten, obwohl es dafür keine Anzeichen gibt. Allerdings weiß auch noch niemand sicher, was genau beim Fingerknacken passiert. Laut Spiegel Online erklären sich Orthopäden das Geräusch unter anderem mit individuell besonders lockeren Gelenken, bei denen die Gelenkflächen auseinanderdriften, sodass in der Gelenkschmiere dazwischen ein Unterdruck entsteht. Schnappt die Gelenkkapsel dadurch dann wieder ein, so die eine Erklärung, knackt es. Andere vermuten, dass durch den Unterdruck in die Gelenkschmiere eingesogene Gase - Sauerstoff und Kohlendioxid - beim Knacken lautstark mit einander reagieren.

Der von Spiegel Online zitierte Arzt gibt in jedem Fall Entwarnung: Das Knacken sei selten schädlich. Nur wem es weh tut, sollte sprichwörtlich die Finger davon lassen. Alle anderen könnten davon sogar profitieren, weil sich dabei vorübergehend die umliegende Muskulatur entspannen könne. Wer allerdings auch die Nerven seiner Umgebung - ob nun Eltern oder nicht - schonen möchte, sollte lieber zu anderen Entspannungsmethoden greifen: Regelmäßiger Sport hat einen ähnlichen und wahrscheinlich länger anhaltenden Effekt.


SH / physio.de"

Dienstag, 14. Mai 2013

Physiotherapie macht den Rücken stark!

Ein Bericht in stern.de:
http://www.stern.de/ruecken/therapie/physiotherapie-macht-den-ruecken-wieder-stark-659376.html
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Freitag, 19. April 2013

Orthopäden machen korrupte Geschäfte

mit Physiotherapeuten.
Ich habe mich schon immer gefragt, warum sich so mancher Physiotherapeut auf solch niedere Geschäftspraktiken einlässt? Da machen Arzt und Therapeut folgenden Deal: Arzt verordnet Therapie und schickt den Patienten zu einer bestimmten Therapiepraxis. Diese wiederum lässt den Arzt daran partizipieren.
Meiner Meinung nach lohnt sich das für eine physiotherapeutische Einzelpraxis bei den geringen Verdienstmöglichkeiten überhaupt nicht.
Auch in der Umgebung unserer Praxis ist das Gang und Gäbe. Da werden z.B. altgediente Therapeuten in einem Pflegeheim mit Hausverbot belegt, nur damit ein Orthopäde die Bewohner behandelt. Dieser Arzt bringt allerdings seine "eigene" Therapiepraxis mit. Und plötzlich hat jeder zweite Bewohner Therapiebedarf und die korrupt kooperative Physiopraxis muss extra Personal dafür einstellen.

Oder eine Heimleiterin verschließt sich vor der Tatsache, dass eine Physiopraxis offensichtlich betrügt, nur damit der Arzt weiterhin ins Haus kommt.

Oder Patienten bekommen eine Heilmittelverordnung nur unter der Voraussetzung, dass sie in die Praxis nebenan gehen.

In diesen Fällen geht es dabei nicht um das Wohl der Patienten, sondern nur um persönliche Bereicherung.

Hier ein Negativbeispiel im folgenden Filmbeitrag:
http://www.ardmediathek.de/das-erste/kontraste/aerzte-unter-verdacht-orthopaeden-sollen-bundesweit-bei?documentId=14182242

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Mittwoch, 17. April 2013

Physiotherapie wäre besser gewesen!

Es wird zu oft, zu schnell und unnötig operiert.
Warum?
Weil es Geld bringt!

Gestern in Visite gleich der erste Beitrag:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/media/visite8387.html

Tenor: Physiotherapie wäre in vielen Fällen die bessere Therapie!
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Operieren bis der Arzt kommt...
von Vera Cordes
Composing von Vera Cordes vor einer Computertastertur © HG: Ian McGregor fotolia.com  /// Vera Cordes:NDR Presse und Information Fotograf: HG: Ian McGregor /// Vera Cordes: NDR/H&S/Hergen SchimpfDetailansicht des BildesEs kann einem schon Angst machen, das Gefühl, dass man in unserem Gesundheitssystem an jeder Ecke abgezockt wird. Der Haus- oder Facharzt verkauft einem IGeL, also individuelle Gesundheitsleistungen und macht dem zögerlichen Patienten ein schlechtes Gewissen: "Das sollte Ihnen Ihre Gesundheit aber wert sein!" Wer gibt sich dann schon die Blöße und sagt "nein", auch wenn ihm schwant, dass sich die angebotene angeblich abwehrstärkende Eigenbluttherapie nicht entscheidend positiv auf seine Gesundheit auswirken wird.
Von schlimmen Fällen berichten auch unsere Zuschauer: "Wenn ich beim Augenarzt nicht wenigstens eine IGeL-Leistung kaufe, nimmt mich der Doktor gar nicht erst dran", schreib ein Mann. So ein Gebaren gehört genauso bei der Ärztekammer angezeigt wie das des Orthopäden, der - nachdem die Patientin vier teure Aufbauspritzen ins Knie ablehnt - ihr eben auch keine Krankengymnastik mehr verschreibt.

Problem unnütze Operationen

Noch gravierender als teure und überflüssige individuelle Gesundheitsleistungen sind unnütze Operationen. Hier zahlt zwar die Krankenkasse und nicht der Patient, aber der setzt dafür seine körperliche Unversehrtheit aufs Spiel, haftet mit Leib und Leben - was noch viel dramatischer ist. Knieoperationen werden bekanntlich viel zu oft durchgeführt. Sie können aber gefährliche Infektionen nach sich ziehen. Manchmal mit resistenten Keimen, die man ein Leben lang nicht mehr los wird.
Eingriffe an der Wirbelsäule verschlimmern vorhandene Rückenschmerzen oft noch. Ihre Zahl ist in Deutschland in den letzten Jahren rapide gestiegen. Allein die Versteifungsoperationen haben sich in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht. Nicht anzunehmen, dass auch die Zahl der tatsächlich operationsbedürftigen Patienten im selben Ausmaß gestiegen ist.
Nur allzu oft hat Visite über bedauernswerte - man muss es so sagen - Opfer skrupelloser Operateure berichtet, die nicht sehen wollten oder aus welchen Gründen auch immer nicht gesehen haben, dass ein chirurgischer Eingriff nicht indiziert war. Operateure, die die Verunsicherung und den Leidensdruck von Patienten benutzt haben, um ihre OP-Quote aufzubessern und damit den Verdienst ihres Hauses und oft auch ihren eigenen.

Auch Ärzte kritisieren Praktiken

Das Ganze ist keine Miesmacherei von Seiten der Medien, wie es oft in Ärztekreisen dargestellt wird. Immerhin prangerte schon vor mehr als zwei Jahren der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie, Rainer Gradinger, seine eigene Zunft an, indem er offen kritisierte, dass viele Rückenoperationen vor allem aus wirtschaftlichen Gründen durchgeführt werden.
Übrigens schießen nicht nur chirurgische Orthopäden über das Ziel hinaus, auch bei der stationären Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei Krebstherapien liegt Deutschland zahlenmäßig vorne. Das geht aus der aktuellen Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, die jüngst die Operationszahlen in Deutschland mit denen in anderen Industrieländern verglichen hat. Gesamtergebnis: In kaum einem anderen Land werden Patienten so oft im Krankenhaus behandelt wie hierzulande. 240 Klinikaufenthalte pro 1.000 Einwohner verzeichnet die Statistik für Deutschland. Nur Österreich hat mit 261 noch etwas mehr. Der OECD-Durchschnitt liegt bei nur 155.

Bundesgesundheitsminister geht Problem an

Endlich nimmt sich jetzt Bundesgesundheitsminister Bahr dieses Problems an. Auf der Konferenz "Mengenentwicklung im Krankenhausbereich" mit allen beteiligten Playern betonte er gestern in Berlin, dass jetzt dringend diskutiert werden müsse, welche Anreize nötig sind, damit diejenigen Kliniken profitieren, die eine gute Behandlung anbieten und nicht die, die einfach nur mehr operieren.
Schön wär's ja, wenn Kliniken künftig stärker für ihre Behandlungserfolge bezahlt würden als für die reine Menge an erbrachten Behandlungen. Dann würde vermutlich mehr Patienten geholfen werden und Visite könnte sich auch wieder mehr auf andere Themen konzentrieren als auf regelmäßige Krankenhaus-Schelte.
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Welche Schuhe sind die richtigen für den Laufsport?

Hier ein Artikel in Spiegel online:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/jogging-studie-laufschuhe-belasten-gelenke-staerker-als-barfusslaufen-a-670241.html
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Samstag, 8. Dezember 2012

"AOK-Krankenhausreport: Zahl der Wirbelsäulen-OPs drastisch gestiegen"

Spiegel online:

"Die Zahl der Operationen in Deutschland steigt rasant. Dabei ist nicht jede medizinisch notwendig. Zu diesem Ergebnis kommt der Krankenhausreport 2013 der AOK. Vor allem kostspielige Eingriffe führen Ärzte immer häufiger durch. Besonders drastisch: der Anstieg der Wirbelsäulen-OPs."
Hier geht es zum Artikel: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/aok-krankenhausreport-zahl-der-wirbelsaeulen-ops-drastisch-gestiegen-a-871515.html
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Freitag, 12. Oktober 2012

Kreuzschmerzen, Rückenschmerzen, Hexenschuss...

"Die Ärzte verschreiben ja gar keine Massagen mehr", empören sich viele Patienten, wenn sie "es" wieder im Kreuz haben.

Ein Blick in die Leitlinien klärt darüber auf.

Kreuzschmerzversorgungsleitlinie, Information für Patienten:
http://www.versorgungsleitlinien.de/patienten/pdf/nvl-ks-patienten.pdf

Die allseits beliebte und wohltuende Massage ist nun häufig reine Privatleistung.
Überlegen Sie aber vorher genau, ob diese für 10 Euro im Studio nebenan für Ihre Gesundheit wirklich förderlich ist!
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Sonntag, 30. September 2012

Samstag, 15. September 2012

"Exoskelett verhilft Gelähmten wieder auf die Beine"

Interessanter Artikel aus physio.de:

"Der Schrittmacher
Exoskelett verhilft Gelähmten wieder auf die Beine.

15.09.2012 171154

Schon vor einigen Monaten berichteten wir hier über die neuesten Trainingsgeräte für Querschnittpatienten: Der Geh-Roboter, vorrangig zunächst in den USA unterwegs, hat nun auch in Deutschland Einzug gehalten.

Das europaweit erste Trainingszentrum für Neurorobotales Bewegungstraining, angegliedert am Universitätsklinikum Bergmansheil in Bochum, hat die neuartige Trainingsmöglichkeit in das Programm mit aufgenommen. Querschnittgelähmte Patienten werden so mobiler und dadurch auch selbstständiger.

Das System wurde in Japan entwickelt, ist motorbetrieben und unterstützt die Bewegung der Gliedmaßen. Die nerveninduzierten Impulse des Patienten werden mit bioelektronischen Sensoren abgegriffen. Dadurch setzt sich das Gerät quasi von selbst – und somit den Gelähmten – in Bewegung. Die Sensoren befinden sich an den Gelenken sowie am Rücken des "Anzuges", der rund 14 Kilogramm schwer ist. Der Physiotherapeut verhilft dem Patienten in das Gerät und steuert den Roboter gezielt, so dass der Patient optimal seine Gelenke bewegt. Das "i-Tüpfelchen" dieses Cyber-Gerätes ist das integrierte internetfähige Kommunikationssystem, über das der Arzt die Konstitution des Patienten überwachen kann.

Der ärztliche Direktor des Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil, Thomas Schildhauer, zeigt sich begeistert von den bisherigen Ergebnissen: "Wir beobachten durch das Training mit dem Anzug eine deutlich gesteigerte Mobilität der gelähmten Patienten, einen intensivierten Muskelaufbau, mehr Muskelleistung und ein höheres Aktivitätsniveau."

Auch unsere Nachbarn arbeiten mit der neuartigen Roboter-Technik: Aus Neuseeland stammend verhilft das Exoskelett den Schweizern wieder auf die Beine.

Einziges Manko des Geh-Roboters: Starke Spastiken oder inkompletter Querschnitt seien nicht geeignet für dieses Trainingssystem, erklärt Schildhauer. Hingegen könne sich der Roboter beispielsweise auch bei Morbus Parkinson, Schlaganfall oder Amputationen bewähren.

AvB / physio.de "
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Freitag, 22. Juni 2012

Ersticken in der Bürokratie!

Die Krankenkassen zahlen nicht, wenn auf der Heilmittelverordnung ein Buchstabe fehlt,
ein Komma falsch gesetzt ist oder ein Wort falsch geschrieben ist.
Bis man als Patient seine Massage, seine Rückentherapie, sein Rollstuhltraining, seine Prothesenschulung,
seine Fingerfertigkeiten oder seine Schmerztherapie in der Physiopraxis (und Ergo- und Logopraxis) erhält vergehen oft mehrere Tage oder gar Wochen.
Manchmal, und das immer häufiger, auch gar nicht.

Thematisiert wurde das bei Frontal21:
http://www.youtube.com/watch?v=U-tSmiMHWy8

Dagegen müssen alle Betroffenen angehen!!!

Ein Weg um Aufmerksamkeit zu erlangen gibt es hier:
http://www.abgeordnetenwatch.de/daniel_bahr-575-37457--f340799.html#q340799

http://www.abgeordnetenwatch.de/daniel_bahr-575-37457--f343481.html#q343481

http://www.abgeordnetenwatch.de/daniel_bahr-575-37457--f343571.html#q343571

http://www.abgeordnetenwatch.de/daniel_bahr-575-37457--f344825.html#q344825

Voten Sie mit!
Wollen Sie auch, dass Schlaganfallpatienten schnell therapiert werden?
Wollen Sie auch, dass Bandscheibengequälte Erleichterung erhalten?
Wollen Sie auch, dass Kindergesundheit vor Bürokratie geht?
Wollen Sie auch, dass die Oma im Pflegeheim gut therapiert wird?
Wollen Sie auch, dass Ihr Versicherungsbeitrag in die gute Versorgung fliesst?
Dann geben Sie allen Ihren Bekannten Bescheid.
Machen Sie mit.

!!!  JEDE STIMME ZÄHLT  !!!

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

Sonntag, 15. April 2012

Karpaltunnelsyndrom, Blockaden, Migräne...

...und andere Beschwerden sind unter Umständen Indikatoren für die Bowentherapie.
Die Bowentherapie ist eine sehr sanfte und effiziente manuelle Behandlungsmethode und kann therapierend, stärkend und/oder vorbeugend eingesetzt werden.
Lesen Sie mehr in diesem Zeitungartikel:
http://bowentherapie.de/res/pdf/fliege_0803.pdf
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Sonntag, 4. März 2012

Sturzprophylaxe bei Senioren

"Stürze bei Senioren

Gefahren erkennen und vermeiden

Von Thomas Fiß und Claudia Meinke / Was bei Kindern vollkommen normal ist und zum Lernprozess gehört, kann bei Senioren unangenehme Folgen haben: Stürze. Allerdings sind viele Stürze vermeidbar. Apotheker sollten besonders auf die geeignete Medikation achten, denn Arzneimittelhaupt- und -nebenwirkungen lassen viele Senioren zu Boden gehen."

weiter lesen:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=41065
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Montag, 14. November 2011

Rückenschmerzen - Herr Grönemeyer, was hilft?

Volkskrankheit: Jeder zweite Deutsche hat Probleme mit dem Kreuz. Prof. Dietrich Grönemeyer, einer der bekanntesten Mediziner in Deutschland, beantwortet die wichtigsten Fragen dazu.


Probleme mit dem Kreuz führen die Hitliste der Krankschreibungen an. 71,5 Millionen Arbeitstage fallen jährlich in Deutschland wegen Rückenschmerzen aus. Sie haben sich zur echten Volkskrankheit entwickelt.

Was sind die Ursachen dafür, dass es so weit kommen konnte?


Rückenschmerzen können natürlich verschiedene Ursachen haben. Aber bei den meisten Patienten liegt es am Bewegungsmangel. Dadurch verkümmern und verspannen sich die Muskeln, die die Wirbelsäule stützen und einen Großteil des Gewichts abfedern, das auf der Wirbelsäule lastet.

Es sind also nicht immer verschlissene Wirbel oder Bandscheiben?

Nein, die sind nur zum kleinen Teil für Rückenschmerzen verantwortlich. Bei den meisten Menschen verschleißen sie erst im Alter. Es gibt allerdings auch jüngere Patienten, die darunter leiden, aber diese bilden doch eher die Ausnahme. Schmerzursachen können auch eingeklemmte Nerven, verschobene Bandscheiben und einseitige Belastungen sein. Verrenkungen durch Unfälle und Stress kommen ebenfalls infrage.

Wie wirkt sich Stress auf den Rücken aus?

Wer unter Dauerbelastung steht, zieht instinktiv die Schultern hoch, das ist eine Abwehrhaltung. Die tun natürlich anschließend weh. Aber diese Körperhaltung bremst auch die Beweglichkeit des Brustkorbs. Die Drehbewegungen zwischen Hüfte und Schultern werden immer anstrengender, bis es richtig weh tut.

Was soll man tun, wenn der Rücken schmerzt? Ist es sinnvoll, sich erst mal zu schonen?

Nein, genau das Gegenteil ist richtig. Durch den Bewegungsmangel kommt es ja gerade zu Rückenschmerzen. Deshalb ist eine frühzeitige Mobilisierung das A und O, um die Schmerzen wieder loszuwerden. Das sollte man wissen: Auch unsere Bandscheiben brauchen Wasser und Nährstoffe. Bewegung, das heißt ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, verursacht Pumpbewegungen. Dabei saugen sich die Bandscheiben wie Schwämme voll. Außerdem kräftigt Bewegung die Muskeln am Rücken.

Reicht es denn, die Rückenmuskulatur durch Sport zu stärken?

Das ist schon mal ein guter Anfang. Aber auch die Bauchmuskeln sind wichtig, weil sie den Rumpf von vorn stützen.

Welche Sportarten tun dem Rücken gut?

Nordic Walking ist eine ideale Einsteigersportart für Rückenschmerz-Patienten, weil dabei alle Muskeln gefordert werden, von der Rücken- bis zur Bein- und Armmuskulatur. Die harmonischen Bewegungsabläufe lösen sogar Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Außerdem wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt.

Ist Schwimmen nicht besonders rückenfreundlich?

Es ist besonders schonend durch den Auftrieb im Wasser. Die Gelenke werden dabei nicht belastet. Deshalb tut es der Wirbelsäule gut. Gleichzeitig stärkt Schwimmen die Rückenmuskulatur.

Stimmt es, dass Rückenschwimmen gesünder als Brustschwimmen ist?

Beim Rückenschwimmen ist die Wirbelsäule weniger belastet. Beim Brustschwimmen wird oft die Halswirbelsäule überstreckt, weil man den Kopf über Wasser halten will. Bei Untrainierten hängt dann auch die Lendenwirbelsäule durch. Doch ich empfehle generell, einseitige Bewegungsmuster zu vermeiden. Deshalb sollte man ruhig zwischen Rücken- und Brustschwimmen wechseln oder zwischendurch einen anderen Sport betreiben.

Was ist mit Krafttraining?

Gezieltes Krafttraining sorgt für eine Balance zwischen den verschiedenen Muskelgruppen. Das verbessert die Körperhaltung. Damit kann man Rückenbeschwerden gut loswerden oder sogar verhindern. Vorsichtig müssen allerdings Patienten mit Bluthochdruck und Herzinfarktgefährdete sein.

Wie kann man im Alltagsleben Rückenschmerzen vorbeugen?

Am besten durch eine gute Körperhaltung und das Vermeiden einseitiger Belastungen. Wer z. B. den ganzen Tag in ein und derselben Position am Schreibtisch sitzt, muss sich nicht wundern, wenn der Rücken weh tut.

Sollte man immer gerade sitzen?

Nein, es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass eine bequeme Sitzhaltung und häufiges Wechseln der SitzSitzposition am besten für den Rücken sind. Am wenigsten Druck lastet auf dem Rücken, wenn man den Oberkörper zurücklehnt. Wer dagegen kerzengerade sitzt, belastet die Wirbelsäule unnötig.

Sitzen empfinden die meisten bequemer als Stehen. Ist es deshalb für den Rücken weniger belastend?

Das Gegenteil ist der Fall. Beim geraden Stehen lastet ein Gewicht von 100 Kilo auf den Bandscheiben, beim vorgebeugten Sitzen sind es 170 Kilo. Zwar empfinden die meisten Sitzen im Vergleich zum Stehen als wohltuend, doch den Bandscheiben tut es nicht gut. Generell sollte man immer wieder zwischen beiden Positionen wechseln.

Wie sieht’s beim Schlafen aus? Harte Matratzen gelten als besonders gut für den Rücken. Stimmt das?

Rund 50 Mal verändert der Mensch im Schlaf seine Körperhaltung und entlastet damit den Rücken. Ein gutes Bett unterstützt dieses natürliche Verhalten. Die Matratze darf also keinesfalls zu hart sein. Sie muss an Schulter und Hüfte einsinken, damit die Wirbelsäule eine gerade Linie bildet, wenn man auf der Seite liegt. Sie darf aber auch nicht weich sein, sonst verharrt der Körper zu lange in einer Position.

Welche Matratze ist optimal?

Geeignet sind punktelastische Matratzen aus Schaumstoff oder Latex. Gut sind auch Taschenfederkernmatratzen und solche, die je nach Liegezone unterschiedlich hart sind. Ein guter Lattenrost muss in den einzelnen Liegezonen verstellbare Leisten haben, um die Wirbelsäule richtig stützen zu können.

Stimmt es, dass Kälte im Winter den Rücken anfälliger macht?

Nur bedingt. Klar ist, dass Kälte die Muskulatur verhärtet. Wer Sport treibt, sollte sich deshalb vorher aufwärmen. Aber schlimmer ist der Bewegungsmangel im Winter. Bei nasskaltem Wetter legt man auch kürzere Strecken lieber mit dem Auto zurück als zu Fuß oder mit dem Rad. Wenn’s draußen ungemütlich ist, geht man nicht gern raus an die frische Luft, verbringt die Freizeit lieber gemütlich auf der Couch. Das schadet dem Rücken am meisten.

Manchmal schießt der Schmerz von einem Moment auf den nächsten ins Kreuz. Ist das ein Bandscheibenvorfall?

Bei dem akuten plötzlich einschießenden Schmerz im Lendenwirbelbereich handelt es sich meistens um einen Hexenschuss. Durch falsches Heben oder eine Drehbewegung verhärtet sich blitzschnell die Muskulatur. Auch Blockaden in den Wirbelgelenken kommen als Auslöser infrage. Das kann so weh tun, dass man sich nicht mehr aufrichten kann. Deshalb halten das viele für einen Bandscheibenvorfall.

Was hilft bei Hexenschuss?

Gegen die Verspannungen hilft Wärme, gegen die Schmerzen gängige Schmerzmittel. Sinnvoll ist ergänzend auch Krankengymnastik.

Bei manchen ist es aber doch die Bandscheibe. Muss ein Vorfall immer operiert werden?

Nein, in den meisten Fällen lässt sich eine Operation vermeiden. Sie ist generell nur selten sinnvoll, beispielsweise wenn eine Lähmung droht. Im akuten Stadium hilft Kälte, sind die Schmerzen schon chronisch, tut Wärme gut. Schmerz lindernd wirken außerdem Spritzen mit einem lokalen Betäubungsmittel sowie Schmerzmittel und Akupunktur. Zur Rehabilitation ist auch bei eine Bandscheibenvorfall Krankengymnastik wichtig.

Wie erkennt der Arzt einen Bandscheibenvorfall?

Man macht am besten eine Kernspintomografie. Die liefert schärfere Bilder als eine Röntgenaufnahme.

Quelle: http://www.superillu.de/ratgeber/Rueckenschmerzen_578117.html
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Freitag, 9. September 2011

Trotz Rückenschmerzen in Bewegung bleiben

Bewegung ist das A und O für eine rasche Genese bei nicht spezifischen Rückenschmerzen. Bei chronischem Schmerz ist eine Trainingstherapie indiziert.


Von Ulrike Maronde

Bei akuten, subakuten oder chronischen nicht spezifischen Rückenschmerzen sind Beratung des Patienten und körperliche Bewegung die grundlegenden Behandlungsmaßnahmen, unterstützt durch eine medikamentöse Schmerztherapie. Ziel dieser Maßnahmen ist, dass die Patienten innerhalb kürzester Zeit ihre Alltagsaktivitäten wieder in vollem Umfang aufnehmen können.

Im Rahmen der Beratung werden die Patienten über den meist gutartigen Verlauf der Beschwerden aufgeklärt. Auch sollte ihnen erläutert werden, warum es so wichtig ist, trotz Schmerzen und dadurch bedingter Bewegungseinschränkungen aktiv zu bleiben: Inaktivität fördert den Abbau der Muskulatur und führt zu Defiziten bei Muskelkraft und -koordination.

Folglich kann der Rücken dann schlechter stabilisiert werden, was wiederum Rückenschmerzen hervorrufen kann. Zweck der frühen Mobilisierung ist also, einer Dekonditionierung der Muskulatur vorzubeugen und zugleich eine Chronifizierung der Schmerzen zu verhindern.

Die Patienten sollten deswegen aufgefordert werden, sich viel zu bewegen und ihren normalen Tagesablauf soweit wie möglich beizubehalten. Wichtig dabei ist eine unterstützende, konsequente Schmerztherapie, wie in der neuen VersorgungsLeitlinie (NVL) Kreuzschmerz betont wird. Denn Bewegung und Aktivität sind nur bei ausreichender Schmerzlinderung möglich.

Bettruhe als therapeutische Maßnahme wird bei nicht spezifischem Rückenschmerz ausdrücklich abgelehnt, da sie der Frühmobilisierung entgegenwirkt und das passive Krankheitsverhalten stärkt. Allenfalls kann sie in Einzelfällen aufgrund der Schwere der akuten Beschwerden für wenige Stunden bis Tage in Erwägung gezogen werden.

Bewegungstherapie oder Krankengymnastik soll der NVL zufolge bei akuten (weniger als sechs Wochen Dauer) nicht spezifischen Kreuzschmerzen nicht verordnet werden. Dagegen wird die Bewegungstherapie als primäre Maßnahme bei subakutem (seit mehr als sechs Wochen bestehendem) oder chronischem (länger als zwölf Wochen dauerndem) nicht spezifischem Kreuzschmerz als primäre Behandlung empfohlen.

Bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen hat sich eine mehrwöchige Trainingstherapie als wesentlicher Baustein einer multimodalen, interdisziplinären Behandlung bewährt. Ziel dabei ist es, die körperliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und vor allem auch das Vertrauen in die eigene körperliche Belastbarkeit zu stärken.

Konkret zielt die Trainingstherapie darauf ab, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination sowie die allgemeine Fitness zu verbessern. Durch systematisches Training wird die bei chronischen Schmerzen erniedrigte Schmerzschwelle wieder erhöht - die Patienten haben infolgedessen weniger Schmerzen.

Wichtig für den langfristigen Erfolg ist, dass die Patienten nach Abschluss der Trainingstherapie weiterhin regelmäßig Sport treiben, um die erreichte körperliche Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit zu erhalten und Rezidiven vorzubeugen.

Quelle: Ärztezeitung.de

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