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Dienstag, 14. Mai 2013

Physiotherapie macht den Rücken stark!

Ein Bericht in stern.de:
http://www.stern.de/ruecken/therapie/physiotherapie-macht-den-ruecken-wieder-stark-659376.html
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Mittwoch, 17. April 2013

Physiotherapie wäre besser gewesen!

Es wird zu oft, zu schnell und unnötig operiert.
Warum?
Weil es Geld bringt!

Gestern in Visite gleich der erste Beitrag:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/media/visite8387.html

Tenor: Physiotherapie wäre in vielen Fällen die bessere Therapie!
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Operieren bis der Arzt kommt...
von Vera Cordes
Composing von Vera Cordes vor einer Computertastertur © HG: Ian McGregor fotolia.com  /// Vera Cordes:NDR Presse und Information Fotograf: HG: Ian McGregor /// Vera Cordes: NDR/H&S/Hergen SchimpfDetailansicht des BildesEs kann einem schon Angst machen, das Gefühl, dass man in unserem Gesundheitssystem an jeder Ecke abgezockt wird. Der Haus- oder Facharzt verkauft einem IGeL, also individuelle Gesundheitsleistungen und macht dem zögerlichen Patienten ein schlechtes Gewissen: "Das sollte Ihnen Ihre Gesundheit aber wert sein!" Wer gibt sich dann schon die Blöße und sagt "nein", auch wenn ihm schwant, dass sich die angebotene angeblich abwehrstärkende Eigenbluttherapie nicht entscheidend positiv auf seine Gesundheit auswirken wird.
Von schlimmen Fällen berichten auch unsere Zuschauer: "Wenn ich beim Augenarzt nicht wenigstens eine IGeL-Leistung kaufe, nimmt mich der Doktor gar nicht erst dran", schreib ein Mann. So ein Gebaren gehört genauso bei der Ärztekammer angezeigt wie das des Orthopäden, der - nachdem die Patientin vier teure Aufbauspritzen ins Knie ablehnt - ihr eben auch keine Krankengymnastik mehr verschreibt.

Problem unnütze Operationen

Noch gravierender als teure und überflüssige individuelle Gesundheitsleistungen sind unnütze Operationen. Hier zahlt zwar die Krankenkasse und nicht der Patient, aber der setzt dafür seine körperliche Unversehrtheit aufs Spiel, haftet mit Leib und Leben - was noch viel dramatischer ist. Knieoperationen werden bekanntlich viel zu oft durchgeführt. Sie können aber gefährliche Infektionen nach sich ziehen. Manchmal mit resistenten Keimen, die man ein Leben lang nicht mehr los wird.
Eingriffe an der Wirbelsäule verschlimmern vorhandene Rückenschmerzen oft noch. Ihre Zahl ist in Deutschland in den letzten Jahren rapide gestiegen. Allein die Versteifungsoperationen haben sich in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht. Nicht anzunehmen, dass auch die Zahl der tatsächlich operationsbedürftigen Patienten im selben Ausmaß gestiegen ist.
Nur allzu oft hat Visite über bedauernswerte - man muss es so sagen - Opfer skrupelloser Operateure berichtet, die nicht sehen wollten oder aus welchen Gründen auch immer nicht gesehen haben, dass ein chirurgischer Eingriff nicht indiziert war. Operateure, die die Verunsicherung und den Leidensdruck von Patienten benutzt haben, um ihre OP-Quote aufzubessern und damit den Verdienst ihres Hauses und oft auch ihren eigenen.

Auch Ärzte kritisieren Praktiken

Das Ganze ist keine Miesmacherei von Seiten der Medien, wie es oft in Ärztekreisen dargestellt wird. Immerhin prangerte schon vor mehr als zwei Jahren der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie, Rainer Gradinger, seine eigene Zunft an, indem er offen kritisierte, dass viele Rückenoperationen vor allem aus wirtschaftlichen Gründen durchgeführt werden.
Übrigens schießen nicht nur chirurgische Orthopäden über das Ziel hinaus, auch bei der stationären Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei Krebstherapien liegt Deutschland zahlenmäßig vorne. Das geht aus der aktuellen Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, die jüngst die Operationszahlen in Deutschland mit denen in anderen Industrieländern verglichen hat. Gesamtergebnis: In kaum einem anderen Land werden Patienten so oft im Krankenhaus behandelt wie hierzulande. 240 Klinikaufenthalte pro 1.000 Einwohner verzeichnet die Statistik für Deutschland. Nur Österreich hat mit 261 noch etwas mehr. Der OECD-Durchschnitt liegt bei nur 155.

Bundesgesundheitsminister geht Problem an

Endlich nimmt sich jetzt Bundesgesundheitsminister Bahr dieses Problems an. Auf der Konferenz "Mengenentwicklung im Krankenhausbereich" mit allen beteiligten Playern betonte er gestern in Berlin, dass jetzt dringend diskutiert werden müsse, welche Anreize nötig sind, damit diejenigen Kliniken profitieren, die eine gute Behandlung anbieten und nicht die, die einfach nur mehr operieren.
Schön wär's ja, wenn Kliniken künftig stärker für ihre Behandlungserfolge bezahlt würden als für die reine Menge an erbrachten Behandlungen. Dann würde vermutlich mehr Patienten geholfen werden und Visite könnte sich auch wieder mehr auf andere Themen konzentrieren als auf regelmäßige Krankenhaus-Schelte.
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Montag, 17. Dezember 2012

Massage in Lankwitz

Wer noch schnell ein tolles Weihnachtsgeschenk sucht, für Leute, die schon alles haben, ist mit einem Gutschein für Massagen richtig gut bedient!
Einfach vorbei kommen oder anrufen oder Mail schicken...

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Sonntag, 16. Dezember 2012

Wie können Menschen zu mehr Bewegung motiviert werden?

Gaaaanz einfach:
http://www.youtube.com/watch?v=v9O-j2ULUE8

Diesen Link hat mir eine aufmerksame Leserin geschickt, danke!
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Samstag, 8. Dezember 2012

"AOK-Krankenhausreport: Zahl der Wirbelsäulen-OPs drastisch gestiegen"

Spiegel online:

"Die Zahl der Operationen in Deutschland steigt rasant. Dabei ist nicht jede medizinisch notwendig. Zu diesem Ergebnis kommt der Krankenhausreport 2013 der AOK. Vor allem kostspielige Eingriffe führen Ärzte immer häufiger durch. Besonders drastisch: der Anstieg der Wirbelsäulen-OPs."
Hier geht es zum Artikel: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/aok-krankenhausreport-zahl-der-wirbelsaeulen-ops-drastisch-gestiegen-a-871515.html
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Freitag, 12. Oktober 2012

Kreuzschmerzen, Rückenschmerzen, Hexenschuss...

"Die Ärzte verschreiben ja gar keine Massagen mehr", empören sich viele Patienten, wenn sie "es" wieder im Kreuz haben.

Ein Blick in die Leitlinien klärt darüber auf.

Kreuzschmerzversorgungsleitlinie, Information für Patienten:
http://www.versorgungsleitlinien.de/patienten/pdf/nvl-ks-patienten.pdf

Die allseits beliebte und wohltuende Massage ist nun häufig reine Privatleistung.
Überlegen Sie aber vorher genau, ob diese für 10 Euro im Studio nebenan für Ihre Gesundheit wirklich förderlich ist!
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Sonntag, 30. September 2012

Freitag, 17. August 2012

Alle lieben bunte Pflaster!

"Alle lieben buntes Pflaster


Dank Olympia und Fußball: Kinesio-Tapes für Jedermann.

17.08.2012 24077

Ob blau, gelb oder rot: Die Olympioniken der diesjährigen olympischen Wettkämpfe in London favorisierten Kinesio-Tapes. "Hier benutzen es 30 bis 40 Prozent aller Athleten", schätzt Klaus Eder, Chef-Physiotherapeut des deutschen Olympia-Teams. So richtig bekannt wurden die farbigen Tapes bei der Fußball Europameisterschaft durch den italienischen Fußballer Mario Balotelli, der mit gestählter Brust die blauen Streifen auf dem Fußballplatz präsentierte.

Wenngleich die wissenschaftliche Lage noch etwas dürftig erscheint, sind die Physiotherapeuten hohe Nutznießer des Materials. Es soll durchblutungsfördernd wirken, die Gelenke stabilisieren und beweglicher machen.

"Kinesio-Tapes aktivieren die Hautsensoren. Durch einen Reflex werden dann Muskeln angeregt oder entspannt", sagt Joris Pfeiffer von der "Kinesio Schweiz". Auch Klaus Eder ist von der Wirksamkeit des Materials überzeugt: "Das Kinesio-Tape ist sowohl präventiv als auch rehabilitativ verwendbar", erklärt er hierzu. "Es unterstützt die Muskeln bei der Bewegung, es vitalisiert die Nerven, es verbessert den Fluss der Körperflüssigkeiten und den Stoffwechsel der Haut."

Seit diesem sportlich angehauchten Sommer erleben die Schweizer Apotheken einen regelrechten Boom: So wurden 50 Prozent mehr Tape-Material verkauft. Die Schweizer Physiotherapeuten können ähnliches berichten: "Seit den Olympischen Spielen wollen doppelt so viele Kunden ein Kinesio-Tape als sonst", erklärt Pia Fankhauser, ­Vizepräsidentin des Schweizer Physiotherapie-Verbandes Physio­swiss.

Hierzulande werden Kinesio-Tapes gerne von Ärzten, Physiotherapeuten und Heilpraktikern angeboten. Ohne professionelle Anleitung sollten Laien auf die Anwendung besser verzichten. "Die Wirkung unterscheidet sich – je nachdem, wie das Tape aufgeklebt wird. Bei der Verwendung sollte man professionelle Hilfe beiziehen“, erklärt Joris Pfeiffer. "Bei falscher ­Anwendung kann es zu ungewollten Reaktionen wie Übelkeit oder Erbrechen kommen."

AvB / physio.de "

Quelle:
http://physio.de/php/meldung.php3?id=7931
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Sonntag, 15. April 2012

Karpaltunnelsyndrom, Blockaden, Migräne...

...und andere Beschwerden sind unter Umständen Indikatoren für die Bowentherapie.
Die Bowentherapie ist eine sehr sanfte und effiziente manuelle Behandlungsmethode und kann therapierend, stärkend und/oder vorbeugend eingesetzt werden.
Lesen Sie mehr in diesem Zeitungartikel:
http://bowentherapie.de/res/pdf/fliege_0803.pdf
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Montag, 2. April 2012

Patientenportal

Was lange währt...
Endlich ist es fertig, das neue Infoportal für Patienten des größten deutschen Verbandes für Physiotherapie!

https://www.zvk.org/bundesverband/patienten-interessierte.html

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Freitag, 24. Februar 2012

Fit und glücklich: Karate stärkt Gesundheit von Senioren

Na sag ich doch!

http://www.uni-regensburg.de/pressearchiv/112102.html

Also gleich die Omi und den Opi anmelden.
Am besten, man macht gleich selber mit. Man braucht ja nicht zu warten, bis man alt ist...

:-))

Donnerstag, 23. Februar 2012

Coach Tara Scott

Es gibt bei Youtube einige sehr schöne Videosequenzen mit wunderbaren Übungen von Tara, die ich per link beim letzten mal reingestellt habe. Noch nie habe ich eine Frau gesehen, die so ästhetisch, kraftvoll, energiegeladen und harmonisch Bewegungen durchführen kann. Sie hat eine absolute Körperbeherrschung, Durchhaltevermögen und Grazie, dass ich mich kaum satt sehen kann.
Sie ist Veganerin und Mitte vierzig, also kein ganz junges Ding mehr. Ich bewundere ihre gut definierte Muskulatur und ihre Fitness, einfach toll!

Aber VORSICHT!!!

Die Übungen sind nicht ohne! Zu gefährlich für Ungeübte.
Es gibt sehr gute Alternativen, um gesund fit zu werden und es dann auch zu bleiben.
Dazu gehören natürlich die üblichen Verdächtigen, wie Laufen (Walking, Nordic Walking, Joggen),
Rad fahren und Schwimmen.
Aber auch:
Leichtes Hanteltraining (1,5 Liter Getränkeflaschen tun es auch), Springseil fürs Cardiotraining und für totale Bewegungsmuffel: Trampolin schwingen.
Schwingen, nicht springen. Ausladende Schwungübungen trainieren den gesamten Körper!
Die Durchblutung wird gefördert, die Atmung vertieft, der Lymphfluss angeregt, die Verdauung unterstützt, der Spaß angeregt... Ist auch bei Übergewicht ganz toll zu machen.

Wer sich schon länger nicht mehr körperlich betätigt hat, und/oder länger nicht bei seinem Arzt war, sollte unbedingt vorher einen Gesundheitscheck durchführen lassen!
Gleich einen Termin beim Arzt des Vertrauens ausmachen, damit man so schnell wie möglich mit dem neuen Bewegungsprogramm starten kann.

Und wer etwas Unterstützung bei der Umsetzung braucht, bucht gleich noch einen Termin beim Physio seines Vertrauens für das erste Personaltraining!
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Dienstag, 21. Februar 2012

Mittwoch, 15. Februar 2012

Teilnehmer für Rückenschmerz-Studie gesucht

Ärzte Zeitung, 14.02.2012


Teilnehmer für Rückenschmerz-Studie gesucht

HEIDELBERG (eb). Probanden von 18 bis 65 Jahre mit und ohne chronische Rückenschmerzen werden für eine Studie gesucht.
Sportorthopäden der Uniklinik Heidelberg und des Olympiastützpunkts Rhein-Neckar untersuchen, wann die Schmerzen auftreten, wer gefährdet ist und was vorbeugend wirkt.

Die Teilnehmer sollten in den nächsten zwei Jahren sieben einstündige Termine mit Bewegungs-, Funktions- und Kraftanalysen der Wirbelsäule wahrnehmen.
Aus den Erkenntnissen werden Empfehlungen für die medizinische Versorgung abgeleitet.

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Startseite.110016.0.html

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Donnerstag, 2. Februar 2012

Wellness: Naturmoor und Massage

Draußen ist es bitterkalt.
Da kommt so eine wohlig wärmend  heiße Moorpackung aus der Eifel gerade recht.
Ist man dann schön durchgewärmt, gönnt man sich am besten gleich eine belebende Entspannungsmassage dazu.

Nach wie vor ist diese Kombination die wirkungsvollste und daher sehr begehrt!

Gleich Termine buchen: 030 773 75 79
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Massage hilft bei Muskelverletzungen

http://www.stern.de/gesundheit/studie-massage-hilft-bei-muskelverletzungen-1780866.html

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Montag, 14. November 2011

Rückenschmerzen - Herr Grönemeyer, was hilft?

Volkskrankheit: Jeder zweite Deutsche hat Probleme mit dem Kreuz. Prof. Dietrich Grönemeyer, einer der bekanntesten Mediziner in Deutschland, beantwortet die wichtigsten Fragen dazu.


Probleme mit dem Kreuz führen die Hitliste der Krankschreibungen an. 71,5 Millionen Arbeitstage fallen jährlich in Deutschland wegen Rückenschmerzen aus. Sie haben sich zur echten Volkskrankheit entwickelt.

Was sind die Ursachen dafür, dass es so weit kommen konnte?


Rückenschmerzen können natürlich verschiedene Ursachen haben. Aber bei den meisten Patienten liegt es am Bewegungsmangel. Dadurch verkümmern und verspannen sich die Muskeln, die die Wirbelsäule stützen und einen Großteil des Gewichts abfedern, das auf der Wirbelsäule lastet.

Es sind also nicht immer verschlissene Wirbel oder Bandscheiben?

Nein, die sind nur zum kleinen Teil für Rückenschmerzen verantwortlich. Bei den meisten Menschen verschleißen sie erst im Alter. Es gibt allerdings auch jüngere Patienten, die darunter leiden, aber diese bilden doch eher die Ausnahme. Schmerzursachen können auch eingeklemmte Nerven, verschobene Bandscheiben und einseitige Belastungen sein. Verrenkungen durch Unfälle und Stress kommen ebenfalls infrage.

Wie wirkt sich Stress auf den Rücken aus?

Wer unter Dauerbelastung steht, zieht instinktiv die Schultern hoch, das ist eine Abwehrhaltung. Die tun natürlich anschließend weh. Aber diese Körperhaltung bremst auch die Beweglichkeit des Brustkorbs. Die Drehbewegungen zwischen Hüfte und Schultern werden immer anstrengender, bis es richtig weh tut.

Was soll man tun, wenn der Rücken schmerzt? Ist es sinnvoll, sich erst mal zu schonen?

Nein, genau das Gegenteil ist richtig. Durch den Bewegungsmangel kommt es ja gerade zu Rückenschmerzen. Deshalb ist eine frühzeitige Mobilisierung das A und O, um die Schmerzen wieder loszuwerden. Das sollte man wissen: Auch unsere Bandscheiben brauchen Wasser und Nährstoffe. Bewegung, das heißt ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, verursacht Pumpbewegungen. Dabei saugen sich die Bandscheiben wie Schwämme voll. Außerdem kräftigt Bewegung die Muskeln am Rücken.

Reicht es denn, die Rückenmuskulatur durch Sport zu stärken?

Das ist schon mal ein guter Anfang. Aber auch die Bauchmuskeln sind wichtig, weil sie den Rumpf von vorn stützen.

Welche Sportarten tun dem Rücken gut?

Nordic Walking ist eine ideale Einsteigersportart für Rückenschmerz-Patienten, weil dabei alle Muskeln gefordert werden, von der Rücken- bis zur Bein- und Armmuskulatur. Die harmonischen Bewegungsabläufe lösen sogar Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Außerdem wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt.

Ist Schwimmen nicht besonders rückenfreundlich?

Es ist besonders schonend durch den Auftrieb im Wasser. Die Gelenke werden dabei nicht belastet. Deshalb tut es der Wirbelsäule gut. Gleichzeitig stärkt Schwimmen die Rückenmuskulatur.

Stimmt es, dass Rückenschwimmen gesünder als Brustschwimmen ist?

Beim Rückenschwimmen ist die Wirbelsäule weniger belastet. Beim Brustschwimmen wird oft die Halswirbelsäule überstreckt, weil man den Kopf über Wasser halten will. Bei Untrainierten hängt dann auch die Lendenwirbelsäule durch. Doch ich empfehle generell, einseitige Bewegungsmuster zu vermeiden. Deshalb sollte man ruhig zwischen Rücken- und Brustschwimmen wechseln oder zwischendurch einen anderen Sport betreiben.

Was ist mit Krafttraining?

Gezieltes Krafttraining sorgt für eine Balance zwischen den verschiedenen Muskelgruppen. Das verbessert die Körperhaltung. Damit kann man Rückenbeschwerden gut loswerden oder sogar verhindern. Vorsichtig müssen allerdings Patienten mit Bluthochdruck und Herzinfarktgefährdete sein.

Wie kann man im Alltagsleben Rückenschmerzen vorbeugen?

Am besten durch eine gute Körperhaltung und das Vermeiden einseitiger Belastungen. Wer z. B. den ganzen Tag in ein und derselben Position am Schreibtisch sitzt, muss sich nicht wundern, wenn der Rücken weh tut.

Sollte man immer gerade sitzen?

Nein, es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass eine bequeme Sitzhaltung und häufiges Wechseln der SitzSitzposition am besten für den Rücken sind. Am wenigsten Druck lastet auf dem Rücken, wenn man den Oberkörper zurücklehnt. Wer dagegen kerzengerade sitzt, belastet die Wirbelsäule unnötig.

Sitzen empfinden die meisten bequemer als Stehen. Ist es deshalb für den Rücken weniger belastend?

Das Gegenteil ist der Fall. Beim geraden Stehen lastet ein Gewicht von 100 Kilo auf den Bandscheiben, beim vorgebeugten Sitzen sind es 170 Kilo. Zwar empfinden die meisten Sitzen im Vergleich zum Stehen als wohltuend, doch den Bandscheiben tut es nicht gut. Generell sollte man immer wieder zwischen beiden Positionen wechseln.

Wie sieht’s beim Schlafen aus? Harte Matratzen gelten als besonders gut für den Rücken. Stimmt das?

Rund 50 Mal verändert der Mensch im Schlaf seine Körperhaltung und entlastet damit den Rücken. Ein gutes Bett unterstützt dieses natürliche Verhalten. Die Matratze darf also keinesfalls zu hart sein. Sie muss an Schulter und Hüfte einsinken, damit die Wirbelsäule eine gerade Linie bildet, wenn man auf der Seite liegt. Sie darf aber auch nicht weich sein, sonst verharrt der Körper zu lange in einer Position.

Welche Matratze ist optimal?

Geeignet sind punktelastische Matratzen aus Schaumstoff oder Latex. Gut sind auch Taschenfederkernmatratzen und solche, die je nach Liegezone unterschiedlich hart sind. Ein guter Lattenrost muss in den einzelnen Liegezonen verstellbare Leisten haben, um die Wirbelsäule richtig stützen zu können.

Stimmt es, dass Kälte im Winter den Rücken anfälliger macht?

Nur bedingt. Klar ist, dass Kälte die Muskulatur verhärtet. Wer Sport treibt, sollte sich deshalb vorher aufwärmen. Aber schlimmer ist der Bewegungsmangel im Winter. Bei nasskaltem Wetter legt man auch kürzere Strecken lieber mit dem Auto zurück als zu Fuß oder mit dem Rad. Wenn’s draußen ungemütlich ist, geht man nicht gern raus an die frische Luft, verbringt die Freizeit lieber gemütlich auf der Couch. Das schadet dem Rücken am meisten.

Manchmal schießt der Schmerz von einem Moment auf den nächsten ins Kreuz. Ist das ein Bandscheibenvorfall?

Bei dem akuten plötzlich einschießenden Schmerz im Lendenwirbelbereich handelt es sich meistens um einen Hexenschuss. Durch falsches Heben oder eine Drehbewegung verhärtet sich blitzschnell die Muskulatur. Auch Blockaden in den Wirbelgelenken kommen als Auslöser infrage. Das kann so weh tun, dass man sich nicht mehr aufrichten kann. Deshalb halten das viele für einen Bandscheibenvorfall.

Was hilft bei Hexenschuss?

Gegen die Verspannungen hilft Wärme, gegen die Schmerzen gängige Schmerzmittel. Sinnvoll ist ergänzend auch Krankengymnastik.

Bei manchen ist es aber doch die Bandscheibe. Muss ein Vorfall immer operiert werden?

Nein, in den meisten Fällen lässt sich eine Operation vermeiden. Sie ist generell nur selten sinnvoll, beispielsweise wenn eine Lähmung droht. Im akuten Stadium hilft Kälte, sind die Schmerzen schon chronisch, tut Wärme gut. Schmerz lindernd wirken außerdem Spritzen mit einem lokalen Betäubungsmittel sowie Schmerzmittel und Akupunktur. Zur Rehabilitation ist auch bei eine Bandscheibenvorfall Krankengymnastik wichtig.

Wie erkennt der Arzt einen Bandscheibenvorfall?

Man macht am besten eine Kernspintomografie. Die liefert schärfere Bilder als eine Röntgenaufnahme.

Quelle: http://www.superillu.de/ratgeber/Rueckenschmerzen_578117.html
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