Posts mit dem Label Gedichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 24. Dezember 2017

Wintergedicht für Physios

"Wenn es draußen kälter wird,
der erste Frost macht, dass es klirrt,
bekommen Kinder rote Backen,
bei Ält’ren fängt es an zu zwacken.

Das Rheuma piesackt und Arthrose,
da hilft auch nicht die wärmste Hose,
Rücken, Hüfte oder Knie,
manchen piesackt’s freilich nie.

Bei Schnee und Glatteis stürzt manch einer,
egal ob größer oder kleiner,
die Speiche bricht, das Kreuzband reißt,
der Schenkelhals oder wie das heißt...

Die Autos rutschen ineinander,
manch Fahrer ist ganz durcheinander,
ein Schleudertrauma kann gescheh’n,
oft ist nur Blechschaden zu seh’n.

Gelenke, Sehnen, Muskeln, Knochen,
gezerrt, geprellt oder gebrochen,
Bindegewebe- und Knorpelschäden,
wer soll dies alles nur beheben?

Na, das ist einfach liebe Leut’,
das kann der Physiotherapeut!
Er kann nicht zaubern, ist schon klar,
doch helfen wird er, das ist wahr.

Der PT nimmt sich Zeit und befundet genau,
deshalb ist er viel eher schlau,
was das Hauptproblem ist und kann das behandeln,
der Arzt ist in Zeitnot und muss schneller handeln.

Der PT entspannt Muskeln mittels Fango,
Massage, Heißluft, nicht mit Tango.
Blockaden löst er und nimmt Schmerzen,
man merkt die Arbeit kommt von Herzen.

Ob Vojta, Bobath, PNF,
der Patient bleibt immer Chef,
Es wird geschaut, was ihm helfen kann,
die Arztdiagnose interessiert erst dann.

Es wird detonisiert oder mobilisiert,
Triggerpunkte werden lokalisiert,
die Beweglichkeit wird wieder hergestellt,
es handelt sich um eine eigene Welt.

Krankengymnastik ist mehr als „Bewegen“,
der PT kann sich nicht auf die faule Haut legen,
besucht Fortbildungen von seinem mag’ren Gehalt,
nutzt die Freizeit dafür, bis er selber ist alt.

Es gibt stetig was Neues zu zertifizieren,
da ist schnell der Überblick zu verlieren,
ob Manuelle Therapie oder Lymphdrainage,
Beckenbodentrainig für die Blase,

der Physio bemüht sich auf Stand zu bleiben,
sein Wissen stetig voran zu treiben,
damit er auch jedem helfen kann,
ob Klein, ob Groß, einfach jedermann.

Auch zum Stressabbau oder einfach als Wellness,
nach dem Weihnachtseinkauf, dem Familienstress,
so kann man den Winter gut übersteh’n
wenn es weh tut und zwackt, zum PT hin zu geh’n.

Liebe Grüße in die Physiowelt
von Jibby"

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Liebe Patienten!

Vom 27.12. bis zum 29.12.2017 ist unsere Praxis geschlossen.
Ab dem 2.1.2018 sind wir wieder gewohnt für Sie da.

Wir wünschen Ihnen von Herzen ein besinnliches Weihnachten und
einen guten Start ins Neue Jahr und vor allem,
alle Zeit eine gute und stabile Gesundheit!

Ramona Völlkopf
und Mitarbeiter

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Sonntag, 1. Januar 2017

Gedicht zum Neuen Jahr

Ein bißchen mehr Friede und weniger Streit,
Ein bißchen mehr Güte und weniger Neid,
Ein bißchen mehr Liebe und weniger Haß,
Ein bißchen mehr Wahrheit - das wäre doch was!

Statt so viel Unrast ein bißchen mehr Ruh',
Statt immer nur Ich ein bißchen mehr Du,
Statt Angst und Hemmung ein bißchen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln - das wäre gut!

Kein Trübsal und Dunkel, ein bißchen mehr Licht,
Kein quälend Verlangen, ein bißchen Verzicht,
Und viel mehr Blumen, solange es geht,
Nicht erst auf Gräbern - da blüh'n sie zu spät!


Peter Rosegger *31.07.1843, † 26.06.1918
österreichischer Schriftsteller und Poet


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


!!!! Allen Lesern ein friedliches, schönes, gesundes und lichtvolles Jahr 2017 !!!!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Donnerstag, 4. September 2014

Wir, die Heilmittelerbringer

Vor ein paar Wochen besuchte ich eine Veranstaltung des neu gegründeten Verbandes "Bund vereinter Therapeuten" in Berlin http://bund-vereinter-therapeuten.de/
Ich war einfach neugierig und wollte sehen, was die so machen. Schließlich wollen sie alle Heilmittelerbringer vertreten.
Heilmittelerbringer sind in alphabetischer Reihenfolge:
Ergotherapeuten (Alltagsfunktionen, Gedächtnis, Organisation etc.)
Logopäden (Sprache, Ausdruck, Schlucken etc.)
Masseure und med. Bademeister (Massagen, Drainagen, Bäder und Packungen etc.)
Physiotherapeuten (Wiederherstellung, Schmerzreduktion, Personal Training etc.) und Podologen (medizinische Fußpflege z.B. bei Diabetes etc.)

Es ging vor allem darum, unseren Berufsstand bei der Bevölkerung ins Gedächtnis zu rufen und den Kostenträgern zu zeigen, dass ohne ausreichende Heilmittelversorgung die Gesundheit und Gesundung der Versicherten in Gefahr ist.

Dabei ist mir besonders eine Kollegin aufgefallen, die mal eben unseren Alltag zusammengefasst hat. Leider kenne ich bisher nur den mutmaßlichen Vornamen und gehe davon aus, dass sie nichts gegen eine Weitergabe in diesem Blog hat.

Zitat:
"Wir hören dir ganz genau zu.
Wir schauen dich ganz genau an.
Wir schauen, wie du sprichst.
Wir schauen, ob du uns verstehst.
Wir schauen, wie du deinen Mund bewegst.
Wir schauen, wie du essen und schlucken kannst.
Wir schauen, wie du sprechen kannst.
Wir schauen, wie du schreiben kannst, Hände und Finger bewegst.
Wir schauen, wie dein Körper steht und sich bewegt.
Wir schauen, wie du deine Beine und Füße bewegst.
Wir sprechen mit dir über dein Problem.
Wir helfen dir dein Problem zu beseitigen oder zu verbessern.
Wir analysieren und erklären dir alles.
Wir verstehen deine Ängste und Nöte.
Wir zaubern hin und wieder auch ein Lächeln in dein Gesicht.
Wir sind deine stillschweigenden Vertrauten.
Wir hören dir zu und geben dir seelischen Beistand.
Wir nehmen uns Zeit für deine Untersuchung und für dich.
Wir geben dir unser ganzes fachliches Wissen und Können.
Wir helfen dir, damit es dir besser geht.
Wir helfen dir, Schmerzen zu lindern oder zu beseitigen.
Wir helfen dir, deine Lebensqualität wieder zu verbessern.
Wir verhindern oder verkürzen so manche Rollstuhlzeit.
Wir verhindern teure und riskante Operationen.
Wir verhindern Sprachlosigkeit.
Wir verhindern gesundheitliche Arbeitsunfähigkeit.
Wir verhindern Bettlägerigkeit.
Wir verhindern Medikamenteneinnahmeflut.
Wir verhindern Nebenwirkungen.
Wir freuen uns, wenn wir dir helfen konnten.
Wir lieben unsere Arbeit am und mit dem Menschen.
Wir, die Heilmittelerbringer!"

Von Andrea?

Wer auf die o.g. Website geht, kann die Kollegin im Filmbeitrag sehen.

.....................

Mittwoch, 1. Januar 2014

Ein Gedicht zum Neuen Jahr

Ein bißchen mehr Friede und weniger Streit,
Ein bißchen mehr Güte und weniger Neid,
Ein bißchen mehr Liebe und weniger Haß,
Ein bißchen mehr Wahrheit - das wäre doch was!

Statt so viel Unrast ein bißchen mehr Ruh',
Statt immer nur Ich ein bißchen mehr Du,
Statt Angst und Hemmung ein bißchen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln - das wäre gut!


Kein Trübsal und Dunkel, ein bißchen mehr Licht,
Kein quälend Verlangen, ein bißchen Verzicht,
Und viel mehr Blumen, solange es geht,
Nicht erst auf Gräbern - da blüh'n sie zu spät!

Peter Rosegger

.......................

Dienstag, 1. Januar 2013

Das alte Jahr vergangen ist

Das alte Jahr vergangen ist,
das neue Jahr beginnt.
Wir danken Gott zu dieser Frist.
Wohl uns, dass wir noch sind!

Wir sehn aufs alte Jahr zurück
und haben neuen Mut:
Ein neues Jahr, ein neues Glück.
Die Zeit ist immer gut.

Ein neues Jahr, ein neues Glück.
Wir ziehen froh hinein.
Und: Vorwärts, vorwärts, nie zurück!
soll unsre Losung sein.

Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(1798-1874)

Montag, 24. Dezember 2012

Weihnachtsgedicht

"When the snow falls wunderbar

And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist soweit:
She is here, the Weihnachtszeit

Every Parkhaus ist besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls, Then he from the Leiter falls...

Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And es sings the family
Schauerlich: "Oh, Chistmastree!"
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
Kanzler speaks in TV,
All around is Harmonie,

Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans
And so comes die Feuerwehr
With Tatü, tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they schrei - "Wasser marsch!",
Christmas is - now im - Eimer...

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits..."

Der Autor ist mir leider unbekannt.

Allen Lesern, Patienten, Mitarbeitern, Lieferanten, Boten etc.
ein frohes Weihnachtsfest!!!
...................................



Sonntag, 28. August 2011

Literarischer Rundgang durch das Stadtbad Steglitz

Am Freitag, 2. September 2011 um 18:00 Uhr
Eintritt 10,00 Euro

Eine Kooperation des Heimatvereins und Gabriele Berger, Besitzerin des Stadtbades. Bei einem Rundgang sehen Sie die große Schwimmhalle sowie die Wandmosaiken im Saunabad, die das aus der Jugendstilzeit stammende Gebäude prägen. In szenischen Lesungen wird typisches Schwimmbaderleben nachgestellt.


Kartenreservierung unter 030/ 54 77 31 18


http://www.stadtbad-steglitz.de/termin.html?&tx_ttnews[tt_news]=575&tx_ttnews[backPid]=12&cHash=edfd972d8d 
 
-----------------------------------------------

Donnerstag, 5. Mai 2011

Sonntag ist Muttertag!



Ja, es ist wieder soweit.
DENK an MUTTI...
Der obligatorische Blumenstrauß oder doch besser etwas Persönliches?
Ein selbstgemaltes Bildchen? Das ist ok, wenn man noch zur Grundschule geht.
Ein Ausflug ins Grüne, das wäre nett. Vielleicht auch ein Theaterbesuch oder ein Tangokurs mit Pappi.

Etwas ganz Besonderes ist ein Massagegutschein von der Praxis Ihres Vertrauens. Da kann man nichts falsch machen ;-)

Hier noch ein Schmankerl:


You and me - on our way…


You are the one who gave me life.
The one who made me who I am.
You are the one who loves me for me,
And accepts me for who I've become.

When I was down you helped me up,
You gave me hope…
A reason to keep trying,
Because you always want what's best.

Everything I am I owe to you.
My strength,
My love,
My hope,
My being.

When I was lost you showed me the light.
When I needed help it was you who stood by my side.
You never gave up on me,
Not even in those dreadful years,
When I wasn't on your side.

You went on caring even though I hurt you so.
And after all I've done,
You gave me yet another chance.
The chance I took for granted.

Please forgive me all my failures,
Please let me prove to you that I can be different.
So, please trust me when I say:
I will never make the same mistakes again.

I only want you to be happy,
And never again to frown.
I want the sun to shine forever
And a heavy wind to come and take away your pain.

Ich liebe Dich, Mama.

Luisa, 15 Jahre

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Dienstag, 4. Januar 2011

Das Neue Jahr

Wenns alte Jahr erfolgreich war,
Mensch freue dich aufs Neue,
und war es schlecht,
ja dann, erst recht!

Karl-Heinz Söhler

Sonntag, 6. Juni 2010

James - ein Gedicht über Parkinson

Dieses Gedicht wurde mir von einer Parkinsonbetroffenen zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank dafür!

James
______________________

Als er plötzlich den Weg in mein Leben fand,
habe ich ihn gleich James genannt.
Sprech ich über ihn im Plauderton,
nenne ich ihn Herrn Parkinson.

______________________

Ist er bei mir, laufe ich wie betrunken daher.
Einen geraden Weg zu finden fällt mir sehr schwer.
Die Leute schauen, ihr Blick wird zur Qual,
muss gegen ihn kämpfen, hab keine andere Wahl.

_______________________

Er sorgt auch dafür, dass eine Hand ich nicht mehr richtig bewegen kann.
Jede Tätigkeit von mir geht nur noch langsam voran.
Dann fällt noch etwas zu Boden zum x-ten Mal,
muss gegen ihn kämpfen, habe keine andere Wahl.

_______________________

Er ist auch bei mir, wenn ich nachts nicht schlafen kann,
die Steifheit meinen ganzen Körper erfasst, irgendwann,
wenn das Liegen im Bett wird langsam zur Qual,
muss ich gegen ihn kämpfen, habe keine andere Wahl.

________________________

Er bestimmt auch, wenn mein Körper zittern soll,
kann nichts dagegen tun, finde es auch nicht so toll.
Den Inhalt des Glases verschütt` ich zum x-ten Mal,
muss gegen ihn kämpfen, habe keine andere Wahl.

________________________

Er ist dabei, wenn ich die Pillen muss schlucken.
James sträubt sich dagegen, durchfährt meinen Körper mit heftigem Zucken.
Das Leben mit ihm wird mir langsam zur Qual,
ich werde weiter gegen ihn kämpfen, habe ich denn eine andere Wahl ???


Dieter Witte

__________________________

Freitag, 11. September 2009

Montag, 6. Juli 2009

Tucholsky mit Kristallkugel??



Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer bei fast allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!
Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.
Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.
Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken
-auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!


Soll man das System gefährden?
Da muss eigenschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.
Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.
Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!
Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen
-ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

Kurt Tucholsky, 1930

Samstag, 7. März 2009

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.
„Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nachder Geburt?” fragt der eine Zwilling. „Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen kommen wird, ”antwortete der andere Zwilling.
„Das ist doch Blödsinn”, meint der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben, wie soll das denn bitteschön aussehen?”
„So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller sein als hier. Und vielleicht werden wir herum laufen und mit dem Mund essen.”
„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört. Mit dem Mund essen? Was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du denn herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur doch viel zu kurz.”
„Doch, es wird bestimmt gehen, es ist eben dann alles nur ein bisschen anders.”
„Du spinnst! Es ist noch nie einer zurück gekommen von nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum.”
„Ich gebe ja zu, dass keiner richtig weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und dass sie für uns sorgen wird.”
„Mutter ??? du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter! Wo ist sie denn?”
„Na, hier - überall um uns herum. Wir leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!” „Quatsch, von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also kann es sie auch nicht geben.”
„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...”

Nach Henry Nouwen

Dienstag, 3. März 2009

Benutze Sonnencreme

Wenn ich Dir nur einen einzigen Rat für Deine Zukunft geben dürfte, dann wäre es: Sonnencreme. Die Langzeit-Vorteile von Sonnencreme sind wissenschaftlich erwiesen, wohingegen der Rest meiner Ratschläge lediglich auf meiner eigenen, verwickelten Lebenserfahrung beruht. Diese Ratschläge werde ich jetzt geben.

Genieße die Macht und die Schönheit Deiner Jugend - wobei: Du wirst die Macht und die Schönheit Deiner Jugend nicht begreifen, bis sie verschwunden sind. Aber glaube mir: in 20 Jahren wirst Du Fotos von Dir anschauen und dann auf eine Art und Weise, die Du jetzt noch nicht begreifen kannst, realisieren, welche Möglichkeiten Du damals hattest und wie fabelhaft Du wirklich aussahst. Du bist nicht so fett wie Du glaubst.

Mach Dir keine Sorgen über die Zukunft.
Oder mach sie Dir, aber wisse: sich Sorgen machen ist genauso effektiv wie der Versuch, eine algebraische Gleichung durch das Kauen von Kaugummi zu lösen. Die echten Probleme in Deinem Leben werden Dinge sein, über die Du Dir mit Deinem sorgenzerfressenen Gehirn niemals Gedanken gemacht hast, Dinge, die Dich unerwartet an einem ruhigen Dienstag um vier Uhr nachmittags treffen.

Mache jeden Tag etwas, wovor Du Angst hast.

Singe.

Gehe niemals fahrlässig mit den Herzen anderer Menschen um. Meide Personen, die fahrlässig mit Deinem Herzen umgehen.

Benutze Zahnseide.

Verschwende keine Zeit mit Eifersucht. Du wirst mal vorne liegen und mal hinten. Das Rennen dauert lange, und im Endspurt bist Du Dein einziger Gegner.

Erinnere Dich an jedes Kompliment. Vergiss die Beleidigungen. Wenn Dir das gelingt, sage mir, wie Du es machst.

Hebe Deine alten Liebesbriefe auf. Wirf Deine alten Kontoauszüge weg.

Mache Dehnübungen.

Fühle Dich nicht schuldig, wenn Du nicht weißt, was Du mit Deinem Leben anfangen sollst. Die interessantesten Menschen, die ich kenne, hatten mit 22 keine Ahnung, was sie mit ihrem Leben anfangen sollten. Einige der interessantesten 40jährigen, die ich kenne, wissen es immer noch nicht.

Nimm genug Calcium. Achte auf Deine Knie. Sie werden Dir fehlen, wenn sie nicht mehr funktionieren.

Vielleicht wirst Du heiraten, vielleicht auch nicht. Vielleicht wirst Du Kinder haben, vielleicht auch nicht. Vielleicht wirst Du Dich mit 40 scheiden lassen, vielleicht wirst Du am 75. Hochzeitstag den "Ententanz" tanzen. Was auch immer Du tust, beglückwünsche Dich selbst nicht zu sehr oder beschimpfe Dich. Deine Entscheidungen sind zur Hälfte Zufall, wie bei allen anderen auch.

Erfreue Dich an Deinem Körper. Gebrauche ihn auf jede erdenkliche Weise. Habe keine Angst vor ihm, oder davor, was die Leute darüber denken. Er ist das größte Instrument, das Du jemals besitzen wirst.

Tanze, auch wenn es nur zu Hause in Deinem Wohnzimmer ist.

Lies die Wegweiser - auch wenn Du sie nicht befolgst.

Lies keine Schönheitsmagazine. Sie werden nur bewirken, dass Du Dich hässlich fühlst.

Lerne Deine Eltern kennen. Du weißt nie, wann sie für immer gegangen sein werden.
Sei gut zu Deinen Geschwistern. Sie sind die beste Verbindung zu Deiner Vergangenheit und die Menschen, die in der Zukunft am ehesten zu Dir halten werden.

Begreife, dass Freunde kommen und gehen, aber mit ein paar davon solltest Du verbunden bleiben. Arbeite hart daran, Entfernungen geographischer oder sozialer Art zu überbrücken, denn je älter Du wirst, desto mehr brauchst Du die Menschen, die Du gekannt hast, als Du noch jung warst.

Lebe einmal in New York, aber ziehe fort, bevor es Dich hart macht.
Lebe einmal in Südkalifornien, aber ziehe fort, bevor es Dich weich macht.

Reise.

Akzeptiere einige unveränderliche Wahrheiten: Preise werden steigen. Politiker werden fremdgehen. Auch Du wirst älter werden. Und wenn Du alt geworden bist, wirst Du Dir weismachen, dass früher die Preise vernünftig waren, die Politiker anständig und Kinder Respekt vor ihren Eltern hatten.

Respektiere Deine Eltern.

Erwarte von niemandem Unterstützung. Vielleicht hast Du ein dickes Bankkonto, vielleicht eine reiche Gattin, aber Du weißt nie, wann eines von beiden weg ist.

Mache nicht zuviel mit Deinem Haar herum, sonst wird es, wenn Du 40 bist, aussehen wie 85.

Sei vorsichtig, wessen Rat Du Dir holst, aber sei geduldig mit denen, die Dir Rat geben. Rat ist eine Art Nostalgie. Rat geben ist so etwas wie die Vergangenheit aus dem Mülleimer holen, sie aufpolieren, die hässlichen Teile übermalen und sie dann für mehr verkaufen, als sie wert ist.

Aber vertraue mir, was Sonnencreme angeht.

Von Mary Schmich

Freitag, 27. Februar 2009

ALTER...

Alter: Die Zeitspanne, in der man viele Fehler ablegt, weil man sie nicht mehr braucht.
Verfasser unbekannt


Der junge Mann kennt die Regeln. Aber der erfahrene Mann kennt die Ausnahmen.
Oliver Wendell Holmes


Alter ist noch immer das einzige Mittel, das man entdeckt hat, um lange leben zu können.
Daniel François Auber

Echt wahr...

Gesunder = Ein Mensch, der nicht oder noch nicht gründlich genug untersucht wurde.
Unbekannt


Das Gefühl der Gesundheit erwirbt man durch Krankheit.
Georg Christoph Lichtenberg


Die gesündeste Turnübung ist das rechtzeitige Aufstehen vom Eßtisch.
Giorgio Pasetti

Mittwoch, 4. Februar 2009

Viel getan

Wo es so aussieht als wäre nichts zu tun,
ist bereits viel getan worden.

Jean Paul

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Jahreswechsel

Jahreswechsel

Der letzte Tag im alten Jahr
Kurz geht der Blick zurück
Auf alles, was gewesen war

Die Tränen und das Glück
Zur Mitternacht die Korken knallen
Der Himmel strahlt in bunter Pracht
Sich Menschen in die Arme fallen

Es wird gejubelt und gelacht
Ganz leise nur sind Angst und Wehmut
Bleibt doch die Zukunft ungewiss
Das Alte war ja doch ganz gut
Denkt man und sagt ihm leise Tschüss

Im neuen Jahr der erste Tag
Nach vorne geht der Blick
Was es wohl alles bringen mag
An Tränen und an Glück


Martina Decker

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Manchmal...



Manchmal...

...verspüren wir plötzlich den Wunsch, einem Lieben Menschen auf unsere ganz eigene Weise einen Engel zu schicken.

Das kann ein liebevoller Gedanke sein,

ein guter Wunsch

oder ein kleiner Gruß.

Samstag, 6. Dezember 2008

Nikolaus nach Loriot

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
Schneeflöcklein leis' herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
Und dort, vom Fenster her, durchbricht
den tunklen Tann ein warmes Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.

Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
Drum kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muß es sein.

Und als das Rehlein ging zur Ruh'
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie - direkt von vorn -
den Gatten über Kimm' und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei, drei, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der guten Stube drinnen
da läuft des Försters Blut von hinnen.
Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmannssitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt darauf - es geht auf vier -
die Reste in Geschenkpapier.

Da tönt's von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so später Nacht
im Schnee noch seine Runden macht?

Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten.
"He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?"

Des Försters Haus ist tief verschneit
doch seine Frau ist schon bereit:
"Die sechs Pakete, heilger Mann,
's ist alles, was ich geben kann.

"Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt - es ist Advent!