Samstag, 12. September 2009

Ergotherapie bei Multipler Sklerose

Es gibt keine einheitliche ergotherapeutische Massnahme bei MS. Erst eine sorgfältige Erfassung der Problemstellungen, Bedürfnisse und Möglichkeiten der Betroffenen gibt Aufschluss über Schwerpunkte der Behandlung. Wir unterscheiden zwischen sensomotorischen sowie neuropsychologischen/psychischen Aspekten. Unter Sensomotorik fassen wir die Bereiche der Motorik (Spastizität, Muskelschwäche, Tremor, Koordinations-störungen etc.), der Sensibilität, der Sehstörungen und der Blasen- und Darmfunktionen zusammen. Zu den Behandlungsmitteln gehören:

-Kontrakturbehandlung
-Spastizitätshemmung
-Heimprogramme
-Sensibilitätstraining
-Funktionelles Training (Üben von Funktionen mit und ohne Bezug zu realen Situationen)
-Selbsthilfetraining, d.h. Körperpflege, Haushaltsführung, Essen u.ä.
-Hilfsmittel- und Rollstuhlabklärungen
-Abklären der Wohnsituation (Beratung, Tipps, Tricks, Ausschalten von Gefahrenquellen)

Unter neuropsychologischen/psychischen Funktionen verstehen wir die Bereiche Kognition (Gedächtnis, Merkfähigkeit, Abstraktionsfähigkeit, Umstellfähigkeit, Konzentration, Wahrnehmung, Denken etc.), Psychisches (Depression, Belastung, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Motivation etc.), Soziales und Freizeit. Hier werden folgende Behandlungsmittel angewendet:

-Kognitives Training, Gedächtnistraining
-Handwerkliches, kreatives Tätigsein als Ausdrucksmöglichkeit und feinmotorisches Training
-Freizeitgestaltung, Hobbys
-Soziale Kontakte

Folgende Behandlungsziele verfolgen die Ergotherapeutinnen und -therapeuten in der sensomotorischen sowie neuropsychologischen Therapie:

-Prävention, d.h. Verhindern von Spätschäden wie Kontrakturen
-Alltagsbewältigung
-Verbesserung der beeinträchtigten Funktionen
-Erhalten der vorhandenen Fähigkeiten
-Erlernen und Einüben von neuen Fertigkeiten, Strategien entwickeln
-Kräfteökonomie

Das wichtigste Ziel in der Behandlung ist, gemeinsam individuelle Lösungen und Strategien zu erarbeiten, die ein Höchstmass an Selbstständigkeit ermöglichen und eine optimale Lebensqualität erhalten. Dabei scheint wichtig, eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Behandelnden anzustreben.

Corinne Bugmann, Ergotherapeutin der Tagesklinik Baden
Aus ms-gateway

Das können nur richtige Mädels

Ein wirklich wichtiger Vortrag!


Unbedingt reinschauen! Total süüüß!

Freitag, 11. September 2009

Montag, 7. September 2009

Berliner Versorgungskonzept bei Rückenschmerzen

Seit Juni 2009 nehmen wir am Berliner Versorgungskonzept bei Rückenschmerzen teil.
http://www.kvberlin.de/20praxis/70themen/kkh_ruecken/index.html

Nur ausgewählte Ärzte und Therapeuten nehmen daran teil. Hier die Liste der Berliner Physiotherapeuten in alphabetischer Reihenfolge:
http://www.kvberlin.de/20praxis/70themen/kkh_ruecken/vz_physio.pdf

Schnelle Tips finden Sie hier:
http://physiotherapie-lankwitz.blogspot.com/search?q=R%C3%BCckenregeln

Gute Besserung!

Ergotherapie und privat versichert

Frank bloggt und Ramona hat es gelesen:

http://tindrum.de/blog/?p=4

Nicht unterkriegen lassen!!!
Hilfe gibt es auch in unserer Praxis.

Samstag, 5. September 2009

Parkinson-Hilfe Berlin, erstes Treffen













Heute am Vormittag haben sich die ersten Teilnehmer der Parkinson-Hilfe Deutschland, Landesverband Berlin getroffen. Aus der kleinen gemischten Gruppe aus Betroffenen und Therapeuten wurden zarte Verbandsstrukturen erstellt und erste Vorstellungen und Wünsche an die aufzubauenden Selbsthilfegruppen zusammengetragen. Ein besonderer Wunsch ist der Aufbau einer Tanzgruppe. Na, das sollte doch möglich sein.
Der Präsident Lothar Gügel hat uns alle mit seinem Enthusiasmus angesteckt und uns seine Visionen aufgezeigt. Seine Informationen, Hilfen und Unterstützung sollten uns dahin führen, funktionierende stabile Parkinsongruppen in ganz Berlin aufzubauen.
Das nächste Treffen findet am Samstag
31. Oktober 2009
um 10:30 Uhr
wieder in unserer Praxis in Lankwitz statt.
Wir werden dann die Selbsthilfe organisieren.
Welche Wünsche gibt es?
Wie oft will man sich treffen?
Wo sollen die Treffen stattfinden?
Wer kann/sollte teilnehmen? Angehörige oder ausschließlich Erkrankte?
Was könnte man unternehmen?
Wer könnte die Gruppen untersützen?
Welche Hilfen gibt es?
Und vieles mehr...
Wir freuen uns über jeden Teilnehmer!!!
Sie sind herzlich willkommen!!!
Bitte begleiten und unterstützen Sie die Parkinson-Hilfe Berlin!




Freitag, 4. September 2009

Naihanchi

Das ist die Kata, die ich am liebsten mag. Sie ist still, kurz, kraftvoll, unspektakulär. Weil sie unspektakulär ist, sieht man sie selten auf Wettkämpfen. Sie ist genau richtig für mich und dem Platz in meinem Zimmer.

Viel Spaß beim Nachmachen :-)

Donnerstag, 3. September 2009

Kiezarbeit Lankwitz

Hier können Lankwitzer mitwirken:

http://www.runde-tische-steglitz-zehlendorf.de/

Nutzen Sie die Gelegenheit unseren Bezirk noch lebenswerter zu machen!

Dienstag, 1. September 2009

Kollegenausflug




























Dann sind wir einfach zum Minigolf gegangen. Haben gemeinsam unseren Feierabend verbracht.
Manchmal haben wir nur so rumgestanden.
Manche haben durch Pusten dreist geschummelt.
Manche sahen einfach nur lächerlich aus.
Manche haben angeregt diskutiert.
Alle haben gefuttert.
Alle haben sich köstlich amüsiert!









Montag, 31. August 2009

Physiotherapie ohne ärztliche Verordnung, 2

Beschränkte Heilpraktikererlaubnis für ausgebildete Physiotherapeuten
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute über die Klage eines ausgebildeten Physiotherapeuten entschieden, der die Erlaubnis zur eigenverantwortlichen Ausübung der Heilkunde nach § 1 des Heilpraktikergesetzes beschränkt auf den Bereich der Physiotherapie erstrebt hat, ohne zuvor eine nach dem Heilpraktikerrecht vorgesehene Kenntnisüberprüfung absolvieren zu müssen. Der beklagte Freistaat Bayern hat dies abgelehnt, weil die Erlaubnis nur einheitlich und nur nach einer uneingeschränkten Kenntnisprüfung erteilt werden könne. Ein Physiotherapeut dürfe auf seinem Fachgebiet nicht eigenverantwortlich tätig werden. Das Verwaltungsgericht hat den Beklagten zur Erteilung einer beschränkten Erlaubnis ohne weitere Kenntnisprüfung verpflichtet.
Die dagegen geführte Revision des Beklagten hat vor dem Bundesverwaltungsgericht überwiegend keinen Erfolg gehabt. Der Kläger kann eine auf das Gebiet der Physiotherapie begrenzte Heilpraktikererlaubnis beanspruchen, muss sich allerdings einer eingeschränkten Kenntnisüberprüfung unterziehen. Zur Begründung hat das Bundesverwaltungsgericht im Wesentlichen ausgeführt: Das Berufsbild des Physiotherapeuten sei ebenso wie andere Gesundheitsfachberufe auf eine Krankenbehandlung nach ärztlicher Verordnung ausgerichtet. Die Ausbildung berechtige nicht zur eigenverantwortlichen Ausübung der Heilkunde. Die gesetzliche Fixierung des Berufsbildes stehe andererseits einer eigenverantwortlichen Ausübung der Heilkunde mit den Mitteln der Physiotherapie nicht entgegen, wenn die Voraussetzungen des Heilpraktikergesetzes für die Erteilung einer Erlaubnis erfüllt seien. Diese Erlaubnis könne bei ausgebildeten Physiotherapeuten auf ihr Gebiet beschränkt werden. Es sei im Lichte der Berufsfreiheit aus Art. 12 Abs. 1 GG nicht gerechtfertigt, den Kläger auf den Erwerb einer uneingeschränkten Heilpraktikererlaubnis und damit auf eine umfassende Kenntnisprüfung zu verweisen, wenn er nur auf dem abgrenzbaren Bereich der Physiotherapie tätig werden wolle. Die nach dem Heilpraktikerrecht zum Schutz vor Gesundheitsgefahren vorgeschriebene Prüfung könne zwar nicht gänzlich entfallen, müsse sich aber auf solche Kenntnisse beschränken, die zur eigenverantwortlichen Anwendung von Physiotherapie erforderlich und nicht bereits durch die Berufsausbildung vermittelt worden seien. Dies betreffe in fachlicher Hinsicht die Grenzen der heilkundlichen Tätigkeit im Bereich der Physiotherapie einschließlich ausreichender diagnostischer Fähigkeiten und daneben die für eine nichtärztliche Ausübung der Heilkunde notwendige Berufs- und Gesetzeskunde.
BVerwG 3 C 19.08 - Urteil vom 26. August 2009

Wie denn nun?!
http://physiotherapie-lankwitz.blogspot.com/2009/03/physiotherapie-ohne-arztliche.html

Da haben die Berufsverbände aber noch viel Arbeit...

Dienstag, 11. August 2009

Impressionen der vorgenannten Veranstaltung














Leben mit einem Parkinsonerkrankten
Was ist das für eine Erkrankung?
Was macht sie mit meinem Partner?
Was ist die on/off - Phase?
Welche Symptome können auftreten?
Welche Therapien können helfen?
Worauf muss ich achten?
Welche Aktivitäten sind möglich?
Warum ist tägliche Bewegung so wichtig?
Welche Alltagshilfen gibt es?
Wo gibt es Hilfe?
Alle diese Fragen wurden von Frau Simone Born (Physiotherapeutin) beantwortet.
Dazu gab es ein ausführliches Skript mit wichtigen Adressen, Hilfsangeboten, Tipps und eine praktische Monatstabelle zur Selbstkontrolle.
Außerdem erhielten die Teilnehmer ihren persönlichen bunten Trinkbecher für die stündliche Flüssigkeitsaufnahme. Erstaunlich, wie doll man sich darüber freuen kann :-))
Es hat allen sehr viel Spaß gemacht.

Freitag, 24. Juli 2009

Hilfe für Angehörige Parkinsonerkrankter!

Wir möchten Sie herzlich einladen zum Infotermin

Hilfe für Angehörige Parkinsonerkrankter!

Sicher haben Sie viele Fragen über Alltägliches und Spezielles
rund um das Leben mit Morbus Parkinson.

Wir haben viele Antworten.
Bei uns sind Sie richtig!

Physiotherapie will und kann das Leben mit Parkinson erleichtern.
Informieren Sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten, damit Sie im Bilde sind.


Für wen? Angehörige Parkinsonerkrankter und Interessente

Wann? Dienstag, 11. August 2009

Zeit? 10:00 - 11:30 Uhr

Wo?
Ergo- und Physiotherapie Ramona Völlkopf
Kaiser-Wilhelm-Str. 55
12247 Berlin - Lankwitz, 1.OG

Investition? 3,50 Euro

Nutzen? Infos, Tipps + Tricks, Vorschläge für den Alltag

Anmeldung? Bitte telefonisch 030 / 773 75 79

Donnerstag, 16. Juli 2009

Früherkennung von Parkinson per Ultraschall

Ultraschall-Untersuchungen ermöglichen eine Diagnose der Parkinson-Krankheit schon im Frühstadium. Mit dem bildgebenden Verfahren lassen sich typische Veränderungen im Hirngewebe besser erkennen als mit den bisher verfügbaren Methoden, wie Mediziner der Asklepios Klinik Hamburg-Wandsbek berichten. Bei der Untersuchung wird der Ultraschallkopf an die Schläfe gehalten. Bei gesunden Menschen gibt die dahinter liegende Hirnstruktur nur ein schwaches Bildsignal. Leiden Menschen an Morbus Parkinson, ist dieses Gewebe, die Substantia nigra, deutlicher sichtbar. Mediziner vermessen dann die Größe der betroffenen Fläche. Erforderlich ist dazu allerdings ein modernes, hoch auflösendes Ultraschallgerät sowie Erfahrung des Arztes. Untersuchungen zufolge zeigen 80 Prozent der Patienten mit Morbus Parkinson Ultraschallbilder, die eindeutig auf krankhafte Veränderungen hindeuten. Bei weiteren zehn Prozent entstehen auffällige Bilder der Substantia nigra, die aber nur einen Verdacht zulassen. Allerdings wird auch bei gesunden Menschen in zehn Prozent der Fälle ein stärkeres Ultraschallecho gefunden. Dies deute möglicherweise auf eine Veranlagung für Morbus Parkinson hin, schreiben die Mediziner im Asklepios-Ärztemagazin „medtropole“.
Quelle: Bild.de

Mittwoch, 15. Juli 2009

Spiegeltherapie hilft gegen Schmerzen

In der Schmerzbehandlung ist die Spiegeltherapie eine noch junge Methode. Vor 13 Jahren entdeckte der US-Mediziner Vilayanur Ramachandran, dass Schmerzpatienten vom Einsatz eines Spiegels profitieren können.
Das Verfahren hilft etwa bei Nervenverletzungen an den Extremitäten oder bei Phantomschmerzen nach Amputationen, wie jetzt die Stuttgarter Ergotherapeutin Silja Naumann in "Ergopraxis" schreibt.
Bei der Therapie wird ein Spiegel so an der Körpermitte des Patienten platziert, dass dieser seine gesunde Seite gespiegelt sieht und so den optischen Eindruck zweier gesunder Extremitäten bekommt. Bewegt der Patient die gesunde Extremität wie etwa die rechte Hand, so suggeriert ihm das Spiegelbild, dass sich zugleich auch die linke Hand schmerzfrei mitbewegt.
Gerade das Beispiel Phantomschmerz zeigt, dass die Therapie hauptsächlich im Kopf des Patienten stattfinden muss: Denn der Schmerz stammt nicht von der amputierten Extremität, sondern von jenen Gehirnbereichen, die früher die sensorische Information aus diesem Glied verarbeiteten. "Der Patient soll lernen, die Seite, die er im Spiegel sieht, wahrzunehmen und zu spüren", erläutert Naumann. "Die betroffene Seite kann so durch die visuelle und sensorische Wahrnehmung der gesunden Seite überschrieben werden."
Berliner Morgenpost

In unserer Praxis wird die Spiegeltherapie bereits seit 1,5 Jahren mit gutem Erfolg angewendet.

Dienstag, 7. Juli 2009

Ete hat Jeburtstag


Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Erik! Bleib fröhlich und halt dich fit! Vielleicht drehen wir mal ein Ründchen?
Na ja, man darf doch Wünsche haben, gelle...

Bonn: Probanden für Parkinson-Studie gesucht

Medikamentenaufnahme per Pumpe testen
(Bonner Presseblog) – Bonn: Forscher der Universität Bonn suchen für eine Studie Parkinson-Patienten in fortgeschrittenem Krankheitsstadium, die unter unkontrollierten Bewegungen leiden und sich nun einer Behandlung über ein Pumpensystem unterziehen möchten.
Die Parkinson-Krankheit ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Die Hauptsymptome sind Muskelstarre, Muskelzittern und verlangsamte Bewegung bis hin zu völliger Bewegungslosigkeit.
"Die Parkinson-Krankheit beeinträchtigt die Funktion vieler Nervenzellen. Die im Vordergrund stehenden motorischen Symptome werden durch das Absterben von Zellen im Mittelhirn, die den Botenstoff Dopamin herstellen, und den daraus resultierenden Mangel an Dopamin ausgelöst" erklärt Prof. Dr. Ullrich Wüllner, stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum.
Die Erkrankung beginnt meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. "Bis heute kann man den Krankheitsverlauf weder aufhalten noch verlangsamen. Allerdings können die Symptome zumindest in den ersten Jahren der Erkrankung gut behandelt werden und die Betroffenen ein nahezu beschwerdefreies Leben führen", sagt der Neurologe. Dies geschieht hauptsächlich durch die Gabe von L-Dopa, einer Vorstufe des Dopamins.
"Obwohl L-Dopa das wichtigste Medikament in der Parkinson-Behandlung ist, kann der Langzeitgebrauch die Behandlung erheblich beeinträchtigen. So kann es zu unwillkürlichen Überbewegungen kommen, die mit einer Rate von bis zu zehn Prozent pro Jahr auftreten. Sie betreffen insbesondere Patienten mit einem Krankheitsbeginn vor dem 60. Lebensjahr", so Wüllner. "Mit einer kontinuierlichen Zuführung von L-Dopa lässt sich diese Nebenwirkung verhindern. Eine Möglichkeit bestünde in der kontinuierlichen Verabreichung des Medikaments über ein Pumpensystem. Das ist besonders für Patienten mit Schluckbeschwerden interessant."
In der Studie wollen die Forscher diese Therapieoption testen. Teilnehmen können Patienten mit fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung und unwillkürlichen Bewegungen. Interessenten können sich bei Dr. Oliver Kaut, Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Bonn, unter der Telefonnummer 0228/2871-5714 melden.

Kontakt:
Universität Bonn Abt. 8.2Presse und Kommunikation Leitung: Dr. Andreas Archut Tel.: 0228/73-7647 Fax: 0228/73-7451 E-Mail: presse@uni-bonn.de www.uni-bonn.de Meinhard Heinze-Haus Poppelsdorfer Allee 49 53115 Bonn

Montag, 6. Juli 2009

Tucholsky mit Kristallkugel??



Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer bei fast allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!
Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.
Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.
Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken
-auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!


Soll man das System gefährden?
Da muss eigenschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.
Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.
Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!
Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen
-ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

Kurt Tucholsky, 1930

Freitag, 19. Juni 2009

Lachen ist gesund - wissenschaftlich belegte Zusatzmedizin für Diabetiker



Ich habe es schon immer gewußt und gelebt:

8. Mai 2009

Eine positive Lebenseinstellung wirkt sich vorteilhaft auf den Verlauf eines Diabetes Typ 2 aus.

In einer aktuellen Studie belegen kalifornische Forscher jetzt erstmals den günstigen Einfluss von Lachen auf hormonelle Störungen am Beispiel des Diabetes: Eine zusätzliche halbe Stunde Heiterkeit ("Mirthful Laugther") am Tag führt zu messbaren Veränderungen im Hormonhaushalt. Diese wirken sich vorteilhaft auf den Krankheitsverlauf des Diabetes mellitus aus, so der Pressesprecher Professor Dr. med. Helmut Schatz der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE).

Die engen Verbindungen von Körper und Seele und die Wirkung des Gemütszustandes auf die Gesundheit werden bereits seit zwei Jahrzehnten von der Wissenschaft erforscht. Demzufolge löst Heiterkeit nicht nur seelische Spannungen, mobilisiert Lebensenergien und stärkt das emotionale Gleichgewicht. Sie wirkt sich auch positiv auf den Hormonhaushalt aus. Beispielsweise steigert bereits die Vorfreude auf einen lustigen Film die Bildung des stimmungsaufhellend wirkenden Hormons Endorphin und vom Wachstumshormon. Dies stärkt das Immunsystem. Gleichzeitig sinkt die Ausschüttung von Stresshormonen, wie der Forscher Lee Berk von der Universität Loma Linda in Kalifornien herausfand. Seine neueste Untersuchung, die er kürzlich auf einer Tagung der American Physiological Society in New Orleans vorstellte, belegt jetzt erstmals den günstigen Effekt von Humor auf eine Diabeteserkrankung. Gemeinsam mit dem Diabetesspezialisten Stanley Tan untersuchte Lee Berk zwanzig Menschen mit Diabetes mellitus, Blutfetterhöhung und Bluthochdruck. Die Hochrisiko-Patienten benötigten nicht nur mehrere Blutzuckermedikamente, sondern auch Blutdruck- und Cholesterinsenker. Der Hälfte der Patienten verordneten die Ärzte zusätzlich zu den Medikamenten eine halbe Stunde Heiterkeit täglich - in Form eines lustigen Films. Die positiven Auswirkungen zeigten sich bereits nach zwei Monaten bei einer Nachuntersuchung: Die 'Lachtherapie' hatte nicht nur die Konzentration der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin gesenkt. Auch die Laborwerte für Blutfette und Entzündungsreaktionen - beide fördern die Arterienverkalkung - besserten sich.Nach einem Jahr war die Konzentration des vorteilhaften HDL-Cholesterins um ein Viertel angestiegen. Der Entzündungsmarker CRP war um zwei Drittel abgefallen. Die Unterschiede zur Vergleichsgruppe, deren Teilnehmer keine Videos erhalten hatten, waren deutlich. Die Humorstudie von Berk und Tan ist nach Meinung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie ernstzunehmende klinische Forschung. Nichts spricht dagegen, Heiterkeit mit in die Diabetes-Therapie zu integrieren..

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

Donnerstag, 18. Juni 2009

Ergotherapie bei Parkinson, bleiben Sie unabhängig

Ergotherapie bei der
Parkinsonerkrankung – praktische
Ratschläge und Hilfen, wie Sie
unabhängig bleiben können

•Die Parkinsonerkrankung macht es einem
schwerer, für sich selbst zu sorgen (anziehen,
waschen, essen, baden, zur Toilette gehen) und
verursacht Schwierigkeiten mit den täglichen
Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Hauses
(den Haushalt, das Einkaufen), bei der Arbeit und in
der Freizeit.

•Die Ergotherapie zielt darauf ab, den Personen mit
Parkinson dabei zu helfen, ein möglichst hohes Maß
an Unabhängigkeit so lange wie möglich zu erhalten.

•Der Ergotherapeut kann Ratschläge dazu geben,
wie die häusliche Umgebung angepasst werden
kann, um sie so sicher und bequem wie möglich zu
gestalten. Er macht den Patienten und deren
Familien auch Vorschläge dazu, wie tägliche
Aktivitäten erreicht und am sichersten und
effizientesten ausgeführt werden können. Dies
macht es der Person mit Parkinson leichter, so
unabhängig wie möglich zu bleiben und reduziert
Frustrationen.

•Ergotherapeuten können auch spezielle
Ausstattungsgegenstände und Anpassungen
empfehlen , die helfen mit täglichen Aufgaben
zurecht zu kommen. Sie zeigen den Personen
auch wie man am besten mit diesen
Geräten umgeht.


Parkinsonerkrankung
-Lernen Sie
etwas über Ihre
Krankheit und
wie Sie mit
ihr umgehen
können

“Ich kam nicht mehr aus der Badewanne, deshalb
bekam ich einen Sitz auf dem ich während des
Badens sitzen konnte. Es wurden auch Geländer
angebracht, damit ich die Treppen hochgehen
konnte. Das bedeutet, ich kann das jetzt alles
alleine machen.”

•Personen mit Parkinson können von sehr
kleinen Veränderungen an alltäglichen
Gegenständen profitieren (z.B. Knöpfe und
Reißverschlüsse an der Kleidung durch
Klettverschlüsse ersetzen, Satinbettwäsche
oder -schlafanzüge verwenden, damit die
Person sich im Bett besser bewegen kann,
elastische Schnürsenkel, Badewannensitze,
rutschfeste Matten, …).

•Nützliche Gegenstände für Personen mit
Parkinson können einfache Hilfen sein z.B.
veränderte Essbestecke, Trinkgefäße mit zwei
Henkeln, langstielige Kämme und Bürsten, eine
elektrische Zahnbürste und ein schnurloser
Rasierapparat, Ankleidehilfen, erhöhte Stühle
und Toilettensitze, um sich leichter hinzusetzen
oder aufzustehen. Ein Computer mit
Spracherkennung kann Probleme mit der
Tastatur verhindern.

•Die Mobilität kann durch passende Geländer,
an denen man sich beim umhergehen
festhalten kann, durch Rampen statt Stufen
oder durch das Einbauen eines Treppenlifts
erleichtert werden. Ergotherapeuten können
geeignete Gehhilfen und Rollstühle oder
Umbaumaßnahmen am Auto empfehlen.

Eine Überweisung zu einem Ergotherapeuten können
Sie bei Ihrem Hausarzt oder dem Facharzt (Neurologe)
erhalten.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Körperwelten


Ich habe die Ausstellung in Berlin besucht. Das kann ich gerne weiter empfehlen. Faszinierende Einblicke in unsere Körperlichkeit, nicht nur für Laien. Wie entstehen Krankheiten und was kann man dagegen tun? Wie alt kann ein Mensch werden? Wie lange kann man gesund bleiben?
Gerahmt ist die Asstellung von schönen Bildern mit weisen Sprüchen.
Sehr ästhetische Darstellungen. Hier gehts zur website: http://www.koerperwelten-deutschland.de/