Montag, 30. März 2009

Musiktherapie hilft Patienten mit Schlaganfall und Parkinson

Musiktherapie hilft Patienten mit Schlaganfall und Parkinson
Stuttgart - Eine Musiktherapie kann die Genesung von Patienten mit Bewegungsstörungen fördern. «Mithilfe von Musik kann der Rehabilitationsprozess bei verschiedenen Krankheiten unterstützt und der Therapieverlauf positiv beeinflusst werden», sagt Stefan Mainka von der Neurologischen Reha-Klinik Beelitz-Heilstätten. Als Beispiele nennt der Musiktherapeut in der Zeitschrift «physiopraxis» Parkinson-Patienten oder Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben.
Rhythmische Musik wirke als starker Anreiz für Bewegungen, erläutert Mainka. Selbst unscheinbare akustische Signale wie das regelmäßige Klicken eines Metronoms regen demnach das motorische Nervensystem an. «Dabei verkürzen sich die Reaktionszeiten von Reflexen und willentlichen Bewegungen», sagt Mainka.
Im Rahmen der neurologischen Musiktherapie wird die rhythmisch-akustische Stimulation (RAS) für das musikgestützte Gangtraining eingesetzt. Die Wirksamkeit sei durch mehreren Studien etwa an Schlaganfall-Patienten belegt. Auch in der Behandlung von Parkinson-Patienten, bei Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma und bei infantiler Zerebralparese sei die rhythmisch-akustische Stimulation sinnvoll, sagt der Musiktherapeut.
Beim Therapeutischen Instrumentalspiel werden dagegen Musikinstrumente als Trainingsgeräte genutzt. Der Patient versucht etwa, mit der von einem Schlaganfall betroffenen Hand eine Tonfolge auf dem Klavier zu spielen oder einen Rhythmus auf der Trommel zu schlagen. Dies schule die Grob- wie auch die Feinmotorik der gelähmten Extremität.
Zudem erhalten die Patienten über den Klang eine direkte Rückmeldung über ihre Bewegungen. Dieses akustische Feedback hilft, Ablauf und Intensität der Bewegungen zu steuern. «Diese Übungen sollten immer von live gespielter Musik begleitet sein», sagt Mainka. Denn so kopple der Patient seine Bewegungen an einen vorgegebenen Takt. Trotz des nachgewiesenen Nutzens würden musiktherapeutische Methoden in der Physiotherapie noch wenig genutzt, bemängelt er.

Montag, 23. März 2009

Tips um sich einen miesen Tag zu machen

1.
Spät aufstehen, so dass keine Zeit bleibt, in Ruhe zu frühstücken und Sie sich abhetzen müssen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen.
2.
Tageszeitung lesen oder Nachrichten hören, so dass Sie so richtig schön negativ auf den Tag eingestimmt werden.
3.
Unfreundlich sein, so dass andere auch Ihnen unfreundlich und abweisend begegnen.
4.
Arbeit als notwendiges Übel ansehen, so dass Sie so richtig lustlos an die Arbeit gehen.
5.
Die Arbeit und die Zukunft nicht planen, so dass Sie desorganisert sind und nicht wissen, wo es lang geht.
6.
Rastlos und ohne Pause arbeiten, so dass Sie so richtig erschöpft und abgehetzt sind.
7.
Ganz viel nörgeln und rumjammern, damit Sie Ihr Level halten.
8.
Vor den Fernseher setzen und sich mit Alkohol und Chips vollpumpen.
9.
Sehr spät ins Bett gehen, viel Alkohol trinken und Schlaftabletten nehmen.

Hab ich etwas vergessen?

Freitag, 20. März 2009

Physiotherapie ohne ärztliche Verordnung

VGH Baden-Württemberg: Physiotherapeuten sind zur selbständigen Berufsausübung auch ohne ärztliche Verordnung befugt

Physiotherapeuten bedürfen auch für selbständige Behandlungen in ihrem Berufsfeld keiner ärztlichen Verordnung. Eine Heilpraktikererlaubnis kann ihnen aber nur erteilt werden, wenn sie die hierfür allgemein vorgeschriebene Prüfung erfolgreich ablegen. Eine auf das Gebiet der Physiotherapie beschränkte Heilpraktikerlaubnis lässt das Heilpraktikergesetz nicht zu. Dies hat der VGH Baden-Württemberg mit Urteil entschieden.
Damit war die Berufung des beklagten Landes gegen ein Urteil des VG Stuttgart teilweise erfolgreich, mit dem das Land verurteilt worden war, einem staatlich geprüften Physiotherapeuten (Kläger) ohne weitere Eignungsprüfung eine gegenständlich beschränkte Heilpraktikererlaubnis zu erteilen.
Der Kläger hatte aber insoweit mit seiner Klage Erfolg, als er auch ohne ärztliche Verschreibung in seinem Tätigkeitsfeld physiotherapeutisch tätig werden darf, ohne dabei gegen das Heilpraktikergesetz zu verstoßen. Der VGH war der Auffassung, dass eine vorherige ärztliche Verschreibung nur im Leistungsrecht der Krankenkassen, nicht aber im Berufsrecht der Physiotherapeuten erforderlich ist. Die selbständige Behandlung durch einen Physiotherapeuten werde deshalb nicht von den Krankenkassen erstattet, sie sei aber zulässig. Entschließt sich demgemäß ein Patient, die Behandlung durch seinen Physiotherapeuten fortzusetzen, obwohl die von den Krankenkassen vorgesehene Budgetierung von 2 Therapiestaffeln bereits ausgeschöpft ist, so könne er die Leistungen des Physiotherapeuten als Selbstzahler in Anspruch nehmen. Die Möglichkeit einer eigenständigen Heilpraktikererlaubnis für manuelle Therapie hat der VGH dagegen abgelehnt.
Gegen diese Entscheidung kann innerhalb eines Monats nach Zustellung des vollständigen Urteils Revision zum BVerwG in Leipzig eingelegt werden.
Urteil des VGH Baden-Württemberg vom 19.03.2009
Az.:
9 S 1413/08

Montag, 16. März 2009

NATURIA vom 14.3.2009 in Bildern






























































































































































































































Die Schirmherrin, Bezirksstadträtin Barbara Loth hat mit einer kurzen knackigen Rede die Messe eröffnet. Durch den anschließenden Rundgang überzeugte sie sich persönlich vom regionalen Angebot.
Die Messe war ein schöner Erfolg. Alle Besucher und Ausstellerkollegen waren sehr interessiert. Auch die Vorträge wurden gut besucht. Auf diesem Wege mal ein herzliches Dankeschön an die Organisatorin Frau Ina Gutsch, an die Mitwirkenden und an das Publikum!
Nach der Messe ist vor der Messe...

Sonntag, 8. März 2009

Niemals aufgeben!


Dieses wunderbare Beispiel für allerhöchste Motivation habe ich mal für Sie rausgesucht.
Viele Menschen geben zu schnell auf, ziehen sich zurück und resignieren.
Andere machen es uns vor, wie es gehen kann und sollte.
Zum Beispiel Walt Disney. Wir alle kennen diesen Namen und verbinden viele vergnügliche Stunden mit ihm. Dass er jedoch zur Finanzierung des ersten Disneyparks einen haufen Banken abklappern musste, weil seine Projekte wohl zu phantastisch waren, ist weitgehend unbekannt. Wäre er nicht hartnäckig, ja geradezu stur vom Erfolg überzeugt gewesen, dann hätten wir weitaus weniger glückliche Kinderherzen auf dieser Welt.
Wer von Ihnen weiß darüber vielleicht genauer Bescheid und will es uns verraten? Habe selbst leider nichts weiter gefunden.

Samstag, 7. März 2009

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.
„Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nachder Geburt?” fragt der eine Zwilling. „Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen kommen wird, ”antwortete der andere Zwilling.
„Das ist doch Blödsinn”, meint der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben, wie soll das denn bitteschön aussehen?”
„So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller sein als hier. Und vielleicht werden wir herum laufen und mit dem Mund essen.”
„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört. Mit dem Mund essen? Was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du denn herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur doch viel zu kurz.”
„Doch, es wird bestimmt gehen, es ist eben dann alles nur ein bisschen anders.”
„Du spinnst! Es ist noch nie einer zurück gekommen von nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum.”
„Ich gebe ja zu, dass keiner richtig weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und dass sie für uns sorgen wird.”
„Mutter ??? du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter! Wo ist sie denn?”
„Na, hier - überall um uns herum. Wir leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!” „Quatsch, von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also kann es sie auch nicht geben.”
„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...”

Nach Henry Nouwen

Freitag, 6. März 2009

Parkinson, Teil 9

Ergotherapie

„Ergo“ = handeln und tätig sein
tätig sein = menschliches Grundbedürfnis
-im Mittelpunkt: steht der Mensch mit seiner optimalen Handlungstätigkeit
Ziel: Verbesserung der Handlungsfähigkeit und Selbstständigkeit

Befund
- Patient kommt zum Eingangsgespräch
- vorhandene Fähigkeiten werden befundet
- welche Ziele haben die Patienten?
- Kompensationsfähigkeiten ausbauen oder Mechanismen erhalten!
- individueller Plan wird erstellt
Beispiele für Kompensationsfähigkeit:
an der Kasse einen Schein geben, statt des passenden Kleingeldes

WICHTIG
Welche Aufgaben möchte der Patient weitermachen, was ist ihm wichtig, was hat er am liebsten
gemacht?

Therapie
- Selbsthilfetraining
- Hilfsmittelversorgung, um den Alltag leichter zu machen (Arzt kann Hilfsmittel verordnen)
z.B. Greifhilfe
- Wohnraumanpassung, z.B. Türschwellenbeseitigung oder -reduzierung
- Beratung für Angehörige
- motorisch-funktionelle Übungen
- Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit (Denken) trainieren
- Schreibtraining
- Training sozialer/emotionaler Fähigkeiten, Kreativität
- Belastungserprobung

Beispiele für Bewegungsübungen zum Trainieren der Feinmotorik
Bewegung = Tastsinn + Motorik
- Fingerbewegungen einzeln und zusammen
- Dosierung der Hand- und Fingerkraft
- Pinzettengriff, Schlüsselgriff, Faustschluss
- Koordination und Unabhängigkeit beider Hände (z.B. Klavier spielen, mehrere Tätigkeiten gleichzeitig machen)
- Zielgenauigkeit

Methode
Hilfsmittel
Material
Falten
Schneiden
Schere
Papier
Flechten
Ahle,
Saitenschneider
Peddigrohr
Schälen
Messer,
Schäler
Gemüse
Falten
Knüllen
Hände
Tuch
Seidenmalen
Pinsel,
Schwamm,
Salz
Seide

Dienstag, 3. März 2009

Benutze Sonnencreme

Wenn ich Dir nur einen einzigen Rat für Deine Zukunft geben dürfte, dann wäre es: Sonnencreme. Die Langzeit-Vorteile von Sonnencreme sind wissenschaftlich erwiesen, wohingegen der Rest meiner Ratschläge lediglich auf meiner eigenen, verwickelten Lebenserfahrung beruht. Diese Ratschläge werde ich jetzt geben.

Genieße die Macht und die Schönheit Deiner Jugend - wobei: Du wirst die Macht und die Schönheit Deiner Jugend nicht begreifen, bis sie verschwunden sind. Aber glaube mir: in 20 Jahren wirst Du Fotos von Dir anschauen und dann auf eine Art und Weise, die Du jetzt noch nicht begreifen kannst, realisieren, welche Möglichkeiten Du damals hattest und wie fabelhaft Du wirklich aussahst. Du bist nicht so fett wie Du glaubst.

Mach Dir keine Sorgen über die Zukunft.
Oder mach sie Dir, aber wisse: sich Sorgen machen ist genauso effektiv wie der Versuch, eine algebraische Gleichung durch das Kauen von Kaugummi zu lösen. Die echten Probleme in Deinem Leben werden Dinge sein, über die Du Dir mit Deinem sorgenzerfressenen Gehirn niemals Gedanken gemacht hast, Dinge, die Dich unerwartet an einem ruhigen Dienstag um vier Uhr nachmittags treffen.

Mache jeden Tag etwas, wovor Du Angst hast.

Singe.

Gehe niemals fahrlässig mit den Herzen anderer Menschen um. Meide Personen, die fahrlässig mit Deinem Herzen umgehen.

Benutze Zahnseide.

Verschwende keine Zeit mit Eifersucht. Du wirst mal vorne liegen und mal hinten. Das Rennen dauert lange, und im Endspurt bist Du Dein einziger Gegner.

Erinnere Dich an jedes Kompliment. Vergiss die Beleidigungen. Wenn Dir das gelingt, sage mir, wie Du es machst.

Hebe Deine alten Liebesbriefe auf. Wirf Deine alten Kontoauszüge weg.

Mache Dehnübungen.

Fühle Dich nicht schuldig, wenn Du nicht weißt, was Du mit Deinem Leben anfangen sollst. Die interessantesten Menschen, die ich kenne, hatten mit 22 keine Ahnung, was sie mit ihrem Leben anfangen sollten. Einige der interessantesten 40jährigen, die ich kenne, wissen es immer noch nicht.

Nimm genug Calcium. Achte auf Deine Knie. Sie werden Dir fehlen, wenn sie nicht mehr funktionieren.

Vielleicht wirst Du heiraten, vielleicht auch nicht. Vielleicht wirst Du Kinder haben, vielleicht auch nicht. Vielleicht wirst Du Dich mit 40 scheiden lassen, vielleicht wirst Du am 75. Hochzeitstag den "Ententanz" tanzen. Was auch immer Du tust, beglückwünsche Dich selbst nicht zu sehr oder beschimpfe Dich. Deine Entscheidungen sind zur Hälfte Zufall, wie bei allen anderen auch.

Erfreue Dich an Deinem Körper. Gebrauche ihn auf jede erdenkliche Weise. Habe keine Angst vor ihm, oder davor, was die Leute darüber denken. Er ist das größte Instrument, das Du jemals besitzen wirst.

Tanze, auch wenn es nur zu Hause in Deinem Wohnzimmer ist.

Lies die Wegweiser - auch wenn Du sie nicht befolgst.

Lies keine Schönheitsmagazine. Sie werden nur bewirken, dass Du Dich hässlich fühlst.

Lerne Deine Eltern kennen. Du weißt nie, wann sie für immer gegangen sein werden.
Sei gut zu Deinen Geschwistern. Sie sind die beste Verbindung zu Deiner Vergangenheit und die Menschen, die in der Zukunft am ehesten zu Dir halten werden.

Begreife, dass Freunde kommen und gehen, aber mit ein paar davon solltest Du verbunden bleiben. Arbeite hart daran, Entfernungen geographischer oder sozialer Art zu überbrücken, denn je älter Du wirst, desto mehr brauchst Du die Menschen, die Du gekannt hast, als Du noch jung warst.

Lebe einmal in New York, aber ziehe fort, bevor es Dich hart macht.
Lebe einmal in Südkalifornien, aber ziehe fort, bevor es Dich weich macht.

Reise.

Akzeptiere einige unveränderliche Wahrheiten: Preise werden steigen. Politiker werden fremdgehen. Auch Du wirst älter werden. Und wenn Du alt geworden bist, wirst Du Dir weismachen, dass früher die Preise vernünftig waren, die Politiker anständig und Kinder Respekt vor ihren Eltern hatten.

Respektiere Deine Eltern.

Erwarte von niemandem Unterstützung. Vielleicht hast Du ein dickes Bankkonto, vielleicht eine reiche Gattin, aber Du weißt nie, wann eines von beiden weg ist.

Mache nicht zuviel mit Deinem Haar herum, sonst wird es, wenn Du 40 bist, aussehen wie 85.

Sei vorsichtig, wessen Rat Du Dir holst, aber sei geduldig mit denen, die Dir Rat geben. Rat ist eine Art Nostalgie. Rat geben ist so etwas wie die Vergangenheit aus dem Mülleimer holen, sie aufpolieren, die hässlichen Teile übermalen und sie dann für mehr verkaufen, als sie wert ist.

Aber vertraue mir, was Sonnencreme angeht.

Von Mary Schmich

Sonntag, 1. März 2009

Es geht...




...doch nichts über eine schöne einfühlsame Massage...




Freitag, 27. Februar 2009

ALTER...

Alter: Die Zeitspanne, in der man viele Fehler ablegt, weil man sie nicht mehr braucht.
Verfasser unbekannt


Der junge Mann kennt die Regeln. Aber der erfahrene Mann kennt die Ausnahmen.
Oliver Wendell Holmes


Alter ist noch immer das einzige Mittel, das man entdeckt hat, um lange leben zu können.
Daniel François Auber

Echt wahr...

Gesunder = Ein Mensch, der nicht oder noch nicht gründlich genug untersucht wurde.
Unbekannt


Das Gefühl der Gesundheit erwirbt man durch Krankheit.
Georg Christoph Lichtenberg


Die gesündeste Turnübung ist das rechtzeitige Aufstehen vom Eßtisch.
Giorgio Pasetti

Mittwoch, 18. Februar 2009

Parkinson, Teil 8

Nicht medikamentöse Therapien in der Frühphase


Logopädie

Arbeitskreis Parkinson
- besteht aus sechs Logopädie-Praxen mit „LSVT“-Weiterbildung
· basieren auf neurologischer und physiologischer Arbeitsweise
· sind berechtigt, die Diagnose Parkinson zu stellen (z.B. Gerät Stimmlautstärke)
· arbeiten mit Selbsthilfegruppen zusammen
LSVT = Lee Silverman Voice Treatment
(neue Methode aus den USA zur Behandlung der Stimme)

Untersuchung
Der Patient kann sich beim Neurologen eine Diagnostik-Verordnung geben lassen und damit zur logopädischen Untersuchung gehen. Die Neurologen haben eine Liste der zertifizierten Logopädie-Praxen. Patienten müssen Stimmsymptome beim Neurologen angeben.

Sprechsyndrom Parkinson
- undeutliche Aussprache
- verzögerter Sprechbeginn
- zu schnelles Sprechen
- Stottern
- Mimikarmut
- Stimme · leise
· Heiserkeit (aber keine Entzündung im Hals)
· Rauheit
· Verlust von Betonungsmustern (monoton)
- Wortfindungsstörung
- Schluckbeschwerden (Hustenanfälle beim Essen und Trinken)
· Ursache: durch erhöhten Muskeltonus ist auch der Muskeltonus der Kehlkopf- und Atemmuskulatur erhöht (wie Frosch im Hals)

Logopädische Untersuchung
- Sprechvermögen/deutliche Aussprache/Sprechtempoproblem
· z.B. Silbe „pa“ so oft wie möglich wiederholen
ein gesunder Mensch kann sie gleichstark aussprechen
beim Parkinson-Patient lassen Kraft und Amplitude nach (Gerät zur Untersuchung der Lautstärke)
- Stimme (Stimmproblem/Stimmklang)
- Atmung/Sprechatmung/Tonhaltedauer (wie lange schafft der Patient, mit einem Atemzug die Luft beim Sprechen einzuteilen)
- Bewegung der Gesichtsmuskulatur
- Schluckbeschwerden abklären

Hinweis
Es besteht ein Zusammenhang zwischen der eigenen Stimme und der Wahrnehmung der Stimmlautstärke. Bei Parkinson-Erkrankten ist dieser Zusammenhang gestört, sie nehmen nicht mehr wahr, wenn sie leiser werden.
Die Stimme sinkt von normal 65-70dB auf 55-15dB. Meistens werden die Angehörigen fälschlicherweise als schwerhörig eingeordnet.

Therapie
- Beratung
- Abklärung der Therapieindikation
- LSVT:
· 4 Wochen intensiv arbeiten (16 logopädische Einheiten)
· Pause
· Beispiele
- 10x laute Ah-Töne
- 10x hohe Ah-Töne
- 10x tiefe Ah-Töhne
- 10x laute Sätze
(immer so lange, wie der Patient ausatmen kann)
- persönliche Trainingssätze sollen selbst geübt werden
- Artikulation (mit Korken zwischen den Zähnen sprechen)
- Betonungsübungen
- Übungen zur Beweglichkeit von Gesicht, Lippen, Zunge, Kehlkopf
- Wortübungen (komplizierte Worte üben z.B. Bibliothek, im Alltag bewusst
komplizierte Worte benutzen)
-Hinweis für Gehörlose
· Motorik für Gebärdensprache erhalten
(Physiotherapie, Ergotherapie)
-Hinweis für Hörgeschädigte
· sie sprechen sowieso lauter, sind daher im Vorteil

Dienstag, 10. Februar 2009

Orientierung

Ein Mann in einem Heißluftballon hat die Orientierung verloren. Er geht tiefer und sichtet eine Frau am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft: "Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen; und ich weiß nicht wo ich bin." Die Frau am Boden antwortet: "Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10 m Höhe über Grund. Sie befinden sich auf dem 49. Grad, 28 Minuten und 11 Sekunden nördlicher Breite und 8. Grad, 28 Minuten und 58 Sekunden östlicher Länge." "Sie müssen Ingenieurin sein" sagt der Ballonfahrer. "Bin ich", antwortet die Frau, "woher wissen Sie das?" "Nun", sagt der Ballonfahrer, "alles was sie mir sagten ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiß, wo ich bin. Offen gesagt, waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert." Die Frau antwortet: "Sie müssen im Management tätig sein." "Ja," antwortet der Ballonfahrer, "aber woher wissen Sie das?" "Nun," sagt die Frau, "Sie wissen weder wo Sie sind, noch wohin Sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heißer Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie nun in der gleichen Lage sind, wie vor unserem Treffen, aber merkwürdigerweise bin ich jetzt irgendwie schuld!"

Mittwoch, 4. Februar 2009

Viel getan

Wo es so aussieht als wäre nichts zu tun,
ist bereits viel getan worden.

Jean Paul

Montag, 2. Februar 2009

Bowentherapie

Hier ist eine wunderbare Beschreibung der Bowentherapie aus Sicht einer Ärztin für Anthroposophische Medizin:

http://bowentherapie.de/res/pdf/Menschenkunde,%20Kathrin%20Studer.pdf

Mittwoch, 28. Januar 2009

Lust auf Lankwitz

Hier werden ein paar schöne Stationen in Lankwitz, unserem schönen Bezirk beschrieben:

http://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/derbezirk/lankwitz.html

Sonntag, 25. Januar 2009

Kinder Parkinson-Kranker leiden mit

Großbritannien. Bis heute sind die unmittelbaren Nachkommen Parkinson-Kranker kein Thema der Parkinson-Forschung. Dabei sind die Kinder der Patienten erheblich vom Leiden ihrer Eltern betroffen, wie eine Studie von A. Schrag und Mitarbeitern verdeutlicht. Ihr zufolge nimmt die Belastung mit der Dauer der elterlichen Erkrankung zu. Jüngere Kinder registrieren vor allem den erhöhten Bedarf an täglicher Hilfe und nachhaltige Auswirkungen auf soziale Kontakte. Nur die Hälfte der Befragten wird durch lokale Einrichtungen unterstützt. Für ältere Kinder ist besonders problematisch, dass die Parkinson-Erkrankung des Elternteils das Funktionieren der Familie beeinträchtigt. Mehr als die Hälfte aller Kinder beklagt, unzureichend über das Krankheitsbild Parkinson Bescheid zu wissen. Über 50 Prozent gehen davon aus, dass mehr Informationen ihre Gefühle von Ungewissheit und Unsicherheit verringern würden. Viele Kinder haben außerhalb der Familie nur wenig Gelegenheit, über die familiäre Situation zu sprechen. In ihrer Untersuchung hatten Schrag und Kollegen 89 Kinder von Parkinson-Kranken schriftlich befragt und die Ergebnisse teilweise mit Antworten epilepsiekranker Kindern verglichen. Das Alter der Studienteilnehmer lag zwischen 12 und 48 Jahren (Durchschnitt: 28,9 Jahre). Beim Beginn der elterlichen Erkrankung betrug das Durchschnittsalter 18,1 Jahre. 35 Prozent der Teilnehmer lebten noch zu Hause. In 43 Prozent der Fälle war die Mutter der erkrankte Elternteil. In der Altersgruppe der 12- bis 24-jährigen wiesen 17,2 Prozent der Teilnehmer Symptome einer leichten bis mittelschweren Depression auf. Unter den über 24-jährigen war dies bei 21,7 Prozent der Fall. Bei Töchtern schien das Selbstwertgefühl schlechter zu sein. Im Vergleich zu epilepsiekranken Jugendlichen hatten die jüngeren Nachkommen Parkinson-Kranker ähnliche Probleme bei schulischen Verhaltensweisen. Dagegen erfuhren sie weniger soziale Unterstützung und berichteten seltener über positive Einstellungen. Dies überrascht umso mehr, da die Kinder von Parkinson-Patienten nicht selbst erkrankt sind.
A. Schrag u. a.: Impact of Parkinson´s disease on patients´ adolescent and adult children. Parkinsonism and Related Disorders 2004 (10) 391-397

Freitag, 23. Januar 2009

Parkinson, Teil 7

Nicht medikamentöse Therapien in der Frühphase

Physiotherapie

Frühphase = Stadium 1 und 2
Welche Veränderungen erkennt der Betroffene selbst?
- leichte Einschränkungen in der Feinmotorik
- Hand zittert
- Skifahrer traut sich nicht mehr, einen schwierigen Hang abzufahren
- Kraftdefizit spürbar bei 80% der Patienten
(z.B. Aufstehen vom Stuhl fällt schwerer
Hüftstrecker 30% der Muskelkraft verringert
Kniestrecker 10% der Muskelkraft verringert)

KG-Therapie (6x KG, 1 bis 2 mal im Jahr ist zu wenig)

1.) Eingangstest
2.) Übungsprogramm wird erstellt
- 8 bis 10 Behandlungen
- nach 6 Monaten wird Prognose wieder überprüft
- Beratung und Aufklärung
· Motivation für eine passende Sportart (Rudern/Tennis/Schwimmen)
Schwimmen als Krafttraining, nicht als Lauftraining
· in Sport- und Freizeitvereine gehen
· Fitness-Studio/KG-Gerät/Heimtrainingsgerät
· Wander- oder Fahrradtouren
· auswählen, was Spaß macht
· Motivation auch bei Regen

Ergebnisse der Therapie:

Kraft
- 80% der Maximalkraft führt zum Erfolg
- 50% Kraftzuwachs ist mit Training gegen hohen Widerstand zu erreichen
(Kraftverlust entsteht durch Nichtbenutzen der Muskulatur, was die Folge der verlangsamten Bewegung ist.)

Gleichgewicht
- Sturzrisiko verringert sich durch Gleichgewichtstraining
Gangbild
- wiederholtes Training von Ausfallschritten führt zu größeren Schritten

Training

Kraft
- KG-Gerät
- Training gegen hohen Widerstand
- nicht nur aufrichtende, auch rotierende Muskulatur trainieren
- Training mit beweglicher (rotierender) Scheibe: Patient steht auf der Scheibe, hält sich am Wandgriff oder an der Sprossenwand fest und muss sich nach rechts und links drehen

Gangbild
- wiederholtes Training von Ausfallschritten
- Gehen mit hoher Frequenz
· 1 Stunde täglich
· oder 2x 30min täglich
- Nordic Walking
· 3x 40min wöchentlich
- Joggen
· 3x 30min wöchentlich
- Laufband: langsam anfangen, schneller werden
- Ergometer (falls keine Hüftgelenkschmerzen auftreten)

Posturale Stabilisation
- Gleichgewichtstraining (Patient kann Übungen auch in den Alltag integrieren z.B. Auf einem Bein stehen beim Zähneputzen)
- Kreisel
- Minitrampolin
- Posturomed (Platte auf Federn)
- Galileogerät (ähnlich wie Posturomed)
- Balance-Pads

Übung zur Erleichterung: Aufstehen/Laufbeginn/Sitz
- Arme: boxen nach oben
nach vorn
- Hände: auf Oberschenkel klopfen
- Oberkörper: beugen nach vorn
nach hinten
- Gesäß: 1x rechte Pobacke in den Sitz drücken
1x linke Pobacke in den Sitz drücken
- Füße: stampfen auf der Stelle

Stand
- Gewichtsverlagerung: auf den rechten Fuß
auf den linken Fuß
- Übung wie Treppensteigen: rechtes und linkes Knie im Wechsel hochziehen
- Oberkörper: nach rechts und links drehen
- zählen: 1-2-3-hoch

Zusammenfassend ist wichtig:
- MOTIVATION
- KRAFT/ROTATIONSKRAFT
- GANGTRAINING
- POSTURALE STABILISATION
Anmerkung: Starke Belastung? Möglichst ja, ist aber Einstellungssache der Mediziner.

Dienstag, 20. Januar 2009

Kinderaufsatz

Wenn meine Mutter nicht einen Seitensprung gemacht hätte, wäre sie dem Verkehrsunfall zum Opfer gefallen. Aber so kam sie mit einem blauen Auge am Knie davon.