Mittwoch, 1. Februar 2012

Braucht man vier vollständige Extremitäten, um Kampfsport zu machen?

Nun ja. Bei einem Judo-Wettkampf habe ich einmal ein ca. 11jähriges Mädchen beobachtet, die nur einen Arm hatte. Alle Gegnerinnen, die bisher nie mit ihr gekämpft hatten, waren unterlegen. Das lag zum Teil an der ungewohnten Situation, dass man nur von einem Arm angegriffen wird. Auf der anderen Seite, an dem Biss, den die Kleine hatte. Jedenfalls stand sie auf der Siegertreppe.
Sie hatte zwei gesunde Beine und einen gesunden Arm.
Für Judo, hebeln und werfen, mag das ja noch angehen.

Aber für Karate, treten und schlagen, braucht man vier gesunde Gliedmaßen. Zumindest zwei gesunde Beine auf denen man stehen und mit denen man kicken kann und wenigstens einen kompletten Arm für die Schläge.

Wirklich?

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=MYsAWpqxAdc

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Sonntag, 29. Januar 2012

Betrug im Gesundheitswesen

Hochinteressant, auch wenn die Zahlen nicht mehr ganz aktuell sind:

http://www.kkh-allianz.de/fileserver/kkhallianz/files/1449.pdf

Der Vergleich zwischen den Beträgen und den Fallzahlen spricht doch Bände...
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Samstag, 28. Januar 2012

Sonntag, 22. Januar 2012

Erste Tagung der Handtherapeuten des Jahres 2012

Zu dem Thema "Schmerzen verstehen" referierten gestern
Frau Iris Flatau  http://www.ergotherapie-flatau.de/index.html  und
Frau Silke Petrie  http://www.ergotherapie-petri.de/ .
Die beiden Dozentinnen verstanden es hervorragend, dem anwesenden Fachpublikum die Deutung und Bedeutung von Schmerz in Theorie und Praxis zu vermitteln. Mit einem kleinen Test musste jeder zunächst sein vorhandenes Wissen über das Thema überprüfen. Die Wissenschaft steckt hier noch in den Kinderschuhen, Schmerz wird von vielen Faktoren beeinflußt.
Seit geraumer Zeit wird immer mehr die Spiegeltherapie zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt.
Sie eignet sich sehr für die Handtherapie aber auch zur Behandlung von Füßen und Beinen, z.B. bei Phantomschmerz nach Amputationen.

Impressionen:


Die Dozentinnen (vorne) beim letzten Check:


Bild vom Gehirn. Ist der Humunculus mit der übergroßen Hand zu sehen?


Von den Vorträgen selbst gibt es natürlich keine Fotos.

Anschließend wurde das eben vermittelte Wissen in die Praxis umgesetzt. Ärzte und Ergo- und Physiotherapeuten bei der Spiegeltherapie als hoch interessante Selbsterfahrung:


Zwischendurch wollte eine Kollegin unbedingt wissen, wie man ein Lymphtape macht.
Bitteschön:


Kaffeepause mit kollegialem Austausch:


Und kleiner Stärkung:



Es war wieder einmal eine rundum gelungene Veranstaltung mit viel Wissensaustausch und -vermittlung. Hochmotivierte Therapeuten aus ganz Berlin und von außerhalb (!) haben sich nicht gescheut den Samstag bei einer Fachveranstaltung der DAHTH zu verbringen.

Es hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht!
Recht herzlichen Dank an die Organisatoren, Dozentinnen, Teilnehmer und Gastgeberin ;-))
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Freitag, 20. Januar 2012

Telefonische Erreichbarkeit

Alles wieder in Ordnung!!!

:-))  :-))

Sonntag, 15. Januar 2012

Telefonische Erreichbarkeit

Liebe Patienten,

zur Zeit haben wir ein kleines Problem mit unserer Telefonanlage.
Sie können uns zwar erreichen und /oder auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht hinterlassen; Wir können auch telefonieren aaaber, Sie werden kein Besetztzeichen hören.
Sie könnten den Eindruck gewinnen, dass wir nicht ans Telefon gehen. Dem ist natürlich nicht so!!!

Wir arbeiten daran.
Wir bitten um Geduld.

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Freitag, 13. Januar 2012

Treffen Handtherapeuten

Traditionell findet wieder das erste Treffen des Jahres in unserer Praxis statt.
Der fachliche kollegiale Austausch der Handspezialisten von Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Handchirurgen ist ein wichtiger Baustein zur Qualitätssicherung in der Handtherapie.

Samstag, 21.01.2012,  11:00 Uhr
in Lankwitz
Thema:  "Schmerzen verstehen"

Mitglieder haben bereits eine Einladung erhalten. Kollegen, die uns kennen lernen möchten, schicken mir eine mail  strombrief@physiotherapie-lankwitz.de   

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Sonntag, 1. Januar 2012

Tour de France 2012

Ja ja, ist ja noch ein Weilchen hin. Eine kleine Vorschau kann aber nicht schaden.
Besonders lang ist sie in diesem Jahr nicht. Besonders viele Etappen mit Bergen der Haute Categorie gibts auch nicht. Na, hoffentlich wirds nicht langweilig, nach der letzten tollen Auflage der Tour 2011.
Wenigstens gibt es einen mittlerweile recht sympathisch gewordenen Titelverteidiger, Cadel Evans.
Wir dürfen gespannt sein.
Wo bekomm ich bis dahin einen Fernseher her...???

 http://www.steephill.tv/tour-de-france/

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Das Neue Jahr

Allen Lesern wünschen wir einen ganz tollen Start ins Jahr 2012!
Viel Segen, Freude, Gesundheit und Wohlstand sollen Sie immer begleiten!

Alle guten Wünsche von
Ramona Völlkopf
und Mitarbeiter
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Donnerstag, 29. Dezember 2011

Körperbescherrschung

Ich liiiieeebe es, wenn Leute ihren Körper beherrschen!

Hier ein volles Weib, welches ihren Bauch so richtig klasse zum Tanzen bringt:
http://www.youtube.com/watch?v=VohAxpboJAs&feature=related

Unglaublicher Tänzer:
http://www.youtube.com/watch?v=_eMVDS7gLrk&feature=related

Karategirl:
http://www.youtube.com/watch?v=b6qWvIxKCYU

Radfahren:
http://vimeo.com/15557448
http://www.youtube.com/watch?v=Cj6ho1-G6tw

Und hier mit Rennrad:
http://www.youtube.com/watch?v=5z1fSpZNXhU

Wenn ich nachher ein klein wenig übe, dann kann ich das morgen auch:
http://www.youtube.com/watch?v=GnUxTgO2nzM

;-))  ;-))  ;-))  ;-))  ;-))

Dienstag, 27. Dezember 2011

Velothon 2012

Sparen Sie bei Anmeldung bis zum 31.12.2011!

http://www.skoda-velothon-berlin.de/

Das wird mein erstes Radrennen, an dem ich teilnehme.
Genau 10 Jahre nach meinem ersten Halbmarathon.
Ich hoffe nur, dass ich mich mit dem Fahrrad nicht auch so quälen muss...
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Donnerstag, 22. Dezember 2011

Frohe Weihnachten!

Allen Menschen wünsche ich ein ruhiges, besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest!

Zeit für ein wenig innere Einkehr.
Muße für tief empfundene Freude.
Kerzenschein für die Erleuchtung.
Plätzchen für die Seele.

Gottes reichen Segen!

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Sonntag, 18. Dezember 2011

JUBILÄUM !!

Aufgrund einiger Anfragen, eröffne ich heute einen neuen Themenbaum "In eigener Sache".

Es gibt einen wundervollen Anlass.
Mein Mitarbeiter, Herr Günter Weber, ist nunmehr seit 10 Jahren in meiner Praxis!
Nach vier Damen, die bereits dieses Jubiläum erreicht haben, ist er der erste männliche Vertreter.

Nach seinem ersten Staatsexamen als Masseur und med. Bademeister hat er sein zweites als Physiotherapeut oben drauf gesetzt. Mit seiner Fachkompetenz, seiner Einfühlsamkeit und seinem Humor nimmt er die Patienten, ob groß oder klein, ob männlich oder weiblich, schnell für sich ein.

Für seine jahrelange treue, gute und verlässliche Mitarbeit möchte ich mich auch an dieser Stelle ganz herzlich bedanken!!!  

Somit haben wir zur Zeit zwei über 10jährige Jubilanten, Frau Linda Graf und Herrn Günter Weber.

Frau Simone Born war ja schon fast 15 Jahre bei uns, hat uns jedoch kurz vor Erreichung des Stichtages verlassen. Aber wie das Leben so spielt, nach 1,5 Jahren war sie wieder zurück. Seit Sommer diesen Jahres ist sie wieder bei uns, und darüber freue ich mich sehr. Allerdings fängt die Zeitrechnung für sie von vorne an...

Überhaupt bin ich immer schon gesegnet mit meinen ganz besonders tollen Mitarbeitern!

                                                                  D A N K E

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Dienstag, 6. Dezember 2011

Es gibt IHN, es gibt IHN nicht, es gibt IHN...

Letzte Woche bin ich auf diese schöne Website gestoßen:  http://www.heinz-trompeter.de/

Habe natürlich auch für die Praxis die "Waldseebox" bestellt.
Wer möchte, kann sich die CD bei uns abholen oder direkt bestellen.

Licht- und liebevolle Adventszeit!!!
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Donnerstag, 1. Dezember 2011

Warnung vor Wundspülung mit Octenisept® im Kindesalter

Schwere Nebenwirkungen nach Octenisept®-Spülung von Perforationswunden im Kindesalter


W. Hülsemann1, R. Habenicht1

1 Katholisches Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, Handchirurgie, Hamburg

Zusammenfassung

Ziel: Nachdem wir bei mehreren Kindern schwerste phlegmonöse Reaktionen nach Wundspülung mit Octenisept® und langwierige komplikationsreiche Verläufe gesehen haben, möchten wir davor warnen, dieses Antiseptikum zur Spülung bei tieferen Perforationswunden einzusetzen. Der Stellenwert von Antiseptika und Antibiotika in der Behandlung von kontaminierten tiefen Wunden wird diskutiert.

Patienten und Methode: In der Zeit von 2003 bis 2007 wurden fünf Kinder (Alter 2-8 Jahre) an den Folgen von Wundspülungen mit Octenisept bei perforierenden Handverletzungen behandelt. Die kurz- und mittelfristigen Reaktionen, Verläufe, therapeutischen Maßnahmen, Spätfolgen und notwendigen Spätkorrekturen werden beschrieben. Die bakteriologischen, laborchemischen und histologischen Untersuchungen sowie Allergietestungen werden aufgezeichnet.

Ergebnisse: Alle Kinder boten ein weitgehend gleiches Erscheinungsbild. Die Hände schwollen durch ein interstitielles Ödem stark an, die Kompartmentdrücke in der Mittelhand waren teilweise messbar erhöht und die Handfunktion vollständig aufgehoben. Das Ödem persistierte über Wochen und war therapeutisch kaum beeinflussbar. Besonders schwerwiegend waren Verletzungen im Bereich des Thenars und der ersten Zwischenfingerfalte. Als Spätfolgen entwickelten sich Kontrakturen durch fibrotischen Muskelumbau. Weder bakteriologisch noch histologisch fanden sich Hinweise für eine infektiöse Genese. Eine allergische Reaktion auf das Octenisept® wurde bei den drei am schwersten betroffenen Kinder ausgeschlossen.

Schlussfolgerung: Zur Verhinderung von Folgeschäden sollten kontaminierte tiefe Wunden an der Hand operativ debridiert und nicht mit dem Antiseptikum Octenisept® gespült werden. Octensept® scheint in nicht abgegrenztem Gewebe® irritativ-toxisch zu wirken. Durch langsamen Abbau verbleibt es lange im Interstitium. Bei eingetretenem Schaden hat sich in therapeutisch eine Kompartmentspaltung der Mittelhand und der Finger innerhalb von 3 Tagen bewährt, gefolgt von einer Kompressionsbehandlung, Physiotherapie mit Lymphdrainage und Anwendung von Quengelschienen.

Quelle:
https://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/hamipla/doi/10.1055/s-0029-1238282
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Dienstag, 29. November 2011

Seien Sie nett zu Ihrem Körper

Viel zu oft bekomme ich negative Rückmeldungen von unseren Patienten.
Ach, die doofe Schulter, das olle Knie, der blöde Rücken sind noch harmlose Beispiele. Ganz verzweifelte, z.B. Schlaganfallpatienten hauen schon mal auf die gelähmte Hand oder das gelähmte Bein.
Wir Therapeuten bemühen uns dann sehr auf das Erarbeiten einer positiven Körperwahrnehmung.

Eine sehr schöne Unterstützung kann dieses Filmchen bieten:
 http://www.youtube.com/watch?v=hb7q8wZ3b5w

Denken Sie aber bitte auch an die Innereien!

Es ist doch viel schöner, wenn man jede Körperzelle mit Liebe überschüttet als zu schimpfen.

Wenn ich ganz schlecht drauf bin und obendrauf jemand schlecht mit mir umgeht, kann es mir doch nicht besser gehen, nicht wahr?
Wieviel besser wäre es, es umarmte mich ein lieber Mensch, auch wenn ich nicht "umarmungswürdig" bin!?
Wie lange könnte ich dann noch grießgrämig bleiben?

Genau so geht es unserem Körper.
Also, wenn es mit der Gesundheit nicht ganz so dolle ist, dann nett sein!!!

:-D

Sonntag, 27. November 2011

Olga schafft Ordnung

Wer immer noch nicht weiß, wie er äußere Ordnung schaffen kann, der sollte hier mal einen Blick riskieren: http://olga-ordentlich.de/

Olga kann man auch buchen ;-)

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Donnerstag, 24. November 2011

Erbauliches

Nachdenkliches, Besinnliches, Spaßiges, Beschauliches:
http://www.youtube.com/watch?v=bQGNRz6p5Ts

Kinderaugen:
http://www.youtube.com/watch?v=So9gOqdwg7Q&feature=related

Bärenmarkenteddy:
http://www.youtube.com/watch?v=RF0UYgWWPkA&feature=related

Der nächste Winter kommt garantiert:
http://www.youtube.com/watch?v=qv68-zqPOeY&NR=1

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Montag, 14. November 2011

Rückenschmerzen - Herr Grönemeyer, was hilft?

Volkskrankheit: Jeder zweite Deutsche hat Probleme mit dem Kreuz. Prof. Dietrich Grönemeyer, einer der bekanntesten Mediziner in Deutschland, beantwortet die wichtigsten Fragen dazu.


Probleme mit dem Kreuz führen die Hitliste der Krankschreibungen an. 71,5 Millionen Arbeitstage fallen jährlich in Deutschland wegen Rückenschmerzen aus. Sie haben sich zur echten Volkskrankheit entwickelt.

Was sind die Ursachen dafür, dass es so weit kommen konnte?


Rückenschmerzen können natürlich verschiedene Ursachen haben. Aber bei den meisten Patienten liegt es am Bewegungsmangel. Dadurch verkümmern und verspannen sich die Muskeln, die die Wirbelsäule stützen und einen Großteil des Gewichts abfedern, das auf der Wirbelsäule lastet.

Es sind also nicht immer verschlissene Wirbel oder Bandscheiben?

Nein, die sind nur zum kleinen Teil für Rückenschmerzen verantwortlich. Bei den meisten Menschen verschleißen sie erst im Alter. Es gibt allerdings auch jüngere Patienten, die darunter leiden, aber diese bilden doch eher die Ausnahme. Schmerzursachen können auch eingeklemmte Nerven, verschobene Bandscheiben und einseitige Belastungen sein. Verrenkungen durch Unfälle und Stress kommen ebenfalls infrage.

Wie wirkt sich Stress auf den Rücken aus?

Wer unter Dauerbelastung steht, zieht instinktiv die Schultern hoch, das ist eine Abwehrhaltung. Die tun natürlich anschließend weh. Aber diese Körperhaltung bremst auch die Beweglichkeit des Brustkorbs. Die Drehbewegungen zwischen Hüfte und Schultern werden immer anstrengender, bis es richtig weh tut.

Was soll man tun, wenn der Rücken schmerzt? Ist es sinnvoll, sich erst mal zu schonen?

Nein, genau das Gegenteil ist richtig. Durch den Bewegungsmangel kommt es ja gerade zu Rückenschmerzen. Deshalb ist eine frühzeitige Mobilisierung das A und O, um die Schmerzen wieder loszuwerden. Das sollte man wissen: Auch unsere Bandscheiben brauchen Wasser und Nährstoffe. Bewegung, das heißt ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, verursacht Pumpbewegungen. Dabei saugen sich die Bandscheiben wie Schwämme voll. Außerdem kräftigt Bewegung die Muskeln am Rücken.

Reicht es denn, die Rückenmuskulatur durch Sport zu stärken?

Das ist schon mal ein guter Anfang. Aber auch die Bauchmuskeln sind wichtig, weil sie den Rumpf von vorn stützen.

Welche Sportarten tun dem Rücken gut?

Nordic Walking ist eine ideale Einsteigersportart für Rückenschmerz-Patienten, weil dabei alle Muskeln gefordert werden, von der Rücken- bis zur Bein- und Armmuskulatur. Die harmonischen Bewegungsabläufe lösen sogar Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Außerdem wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt.

Ist Schwimmen nicht besonders rückenfreundlich?

Es ist besonders schonend durch den Auftrieb im Wasser. Die Gelenke werden dabei nicht belastet. Deshalb tut es der Wirbelsäule gut. Gleichzeitig stärkt Schwimmen die Rückenmuskulatur.

Stimmt es, dass Rückenschwimmen gesünder als Brustschwimmen ist?

Beim Rückenschwimmen ist die Wirbelsäule weniger belastet. Beim Brustschwimmen wird oft die Halswirbelsäule überstreckt, weil man den Kopf über Wasser halten will. Bei Untrainierten hängt dann auch die Lendenwirbelsäule durch. Doch ich empfehle generell, einseitige Bewegungsmuster zu vermeiden. Deshalb sollte man ruhig zwischen Rücken- und Brustschwimmen wechseln oder zwischendurch einen anderen Sport betreiben.

Was ist mit Krafttraining?

Gezieltes Krafttraining sorgt für eine Balance zwischen den verschiedenen Muskelgruppen. Das verbessert die Körperhaltung. Damit kann man Rückenbeschwerden gut loswerden oder sogar verhindern. Vorsichtig müssen allerdings Patienten mit Bluthochdruck und Herzinfarktgefährdete sein.

Wie kann man im Alltagsleben Rückenschmerzen vorbeugen?

Am besten durch eine gute Körperhaltung und das Vermeiden einseitiger Belastungen. Wer z. B. den ganzen Tag in ein und derselben Position am Schreibtisch sitzt, muss sich nicht wundern, wenn der Rücken weh tut.

Sollte man immer gerade sitzen?

Nein, es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass eine bequeme Sitzhaltung und häufiges Wechseln der SitzSitzposition am besten für den Rücken sind. Am wenigsten Druck lastet auf dem Rücken, wenn man den Oberkörper zurücklehnt. Wer dagegen kerzengerade sitzt, belastet die Wirbelsäule unnötig.

Sitzen empfinden die meisten bequemer als Stehen. Ist es deshalb für den Rücken weniger belastend?

Das Gegenteil ist der Fall. Beim geraden Stehen lastet ein Gewicht von 100 Kilo auf den Bandscheiben, beim vorgebeugten Sitzen sind es 170 Kilo. Zwar empfinden die meisten Sitzen im Vergleich zum Stehen als wohltuend, doch den Bandscheiben tut es nicht gut. Generell sollte man immer wieder zwischen beiden Positionen wechseln.

Wie sieht’s beim Schlafen aus? Harte Matratzen gelten als besonders gut für den Rücken. Stimmt das?

Rund 50 Mal verändert der Mensch im Schlaf seine Körperhaltung und entlastet damit den Rücken. Ein gutes Bett unterstützt dieses natürliche Verhalten. Die Matratze darf also keinesfalls zu hart sein. Sie muss an Schulter und Hüfte einsinken, damit die Wirbelsäule eine gerade Linie bildet, wenn man auf der Seite liegt. Sie darf aber auch nicht weich sein, sonst verharrt der Körper zu lange in einer Position.

Welche Matratze ist optimal?

Geeignet sind punktelastische Matratzen aus Schaumstoff oder Latex. Gut sind auch Taschenfederkernmatratzen und solche, die je nach Liegezone unterschiedlich hart sind. Ein guter Lattenrost muss in den einzelnen Liegezonen verstellbare Leisten haben, um die Wirbelsäule richtig stützen zu können.

Stimmt es, dass Kälte im Winter den Rücken anfälliger macht?

Nur bedingt. Klar ist, dass Kälte die Muskulatur verhärtet. Wer Sport treibt, sollte sich deshalb vorher aufwärmen. Aber schlimmer ist der Bewegungsmangel im Winter. Bei nasskaltem Wetter legt man auch kürzere Strecken lieber mit dem Auto zurück als zu Fuß oder mit dem Rad. Wenn’s draußen ungemütlich ist, geht man nicht gern raus an die frische Luft, verbringt die Freizeit lieber gemütlich auf der Couch. Das schadet dem Rücken am meisten.

Manchmal schießt der Schmerz von einem Moment auf den nächsten ins Kreuz. Ist das ein Bandscheibenvorfall?

Bei dem akuten plötzlich einschießenden Schmerz im Lendenwirbelbereich handelt es sich meistens um einen Hexenschuss. Durch falsches Heben oder eine Drehbewegung verhärtet sich blitzschnell die Muskulatur. Auch Blockaden in den Wirbelgelenken kommen als Auslöser infrage. Das kann so weh tun, dass man sich nicht mehr aufrichten kann. Deshalb halten das viele für einen Bandscheibenvorfall.

Was hilft bei Hexenschuss?

Gegen die Verspannungen hilft Wärme, gegen die Schmerzen gängige Schmerzmittel. Sinnvoll ist ergänzend auch Krankengymnastik.

Bei manchen ist es aber doch die Bandscheibe. Muss ein Vorfall immer operiert werden?

Nein, in den meisten Fällen lässt sich eine Operation vermeiden. Sie ist generell nur selten sinnvoll, beispielsweise wenn eine Lähmung droht. Im akuten Stadium hilft Kälte, sind die Schmerzen schon chronisch, tut Wärme gut. Schmerz lindernd wirken außerdem Spritzen mit einem lokalen Betäubungsmittel sowie Schmerzmittel und Akupunktur. Zur Rehabilitation ist auch bei eine Bandscheibenvorfall Krankengymnastik wichtig.

Wie erkennt der Arzt einen Bandscheibenvorfall?

Man macht am besten eine Kernspintomografie. Die liefert schärfere Bilder als eine Röntgenaufnahme.

Quelle: http://www.superillu.de/ratgeber/Rueckenschmerzen_578117.html
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Donnerstag, 3. November 2011

Hilfe zum Umgang mit der Parkinson-Krankheit

Es ist mal wieder Zeit für den Parkinsontermin in de Urania:

http://www.urania.de/programm/2011/i351/
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Freitag, 28. Oktober 2011

Panik vor dem Regress

"Mein Arzt darf mir nicht mehr verschreiben."
"Mein Bein ist gebrochen und nun soll ich zur Gruppengymnastik."
"Der Doktor sagt, Sie sollen es mir einmal zeigen, damit ich zu Hause üben kann."
"Zu Hause soll ich Rotlicht machen und Sie sollen dann massieren."
"Der Arzt hat Elektrotherapie drauf geschrieben und gesagt, Sie sollen aber manuelle Therapie machen."
"Ich komme nicht mehr zur Therapie. Der Arzt sagt, ich soll mit meinem Schlaganfall Rehasport machen."

Das sind Sätze, die wir nun verstärkt in der Praxis von den Patienten zu hören bekommen.

Aber auch diese Sätze von Ärzten:
"Ab sofort verschreibe ich gar nichts mehr, hab nen dicken Regress am Hals."
"Ich verschreibe grundsätzlich nur ein Rezept pro Quartal."
"Die KV (kassenärztliche Vereinigung) schreibt mir das so vor."
"Ich darf keine Massagen verordnen."
"Wir dürfen nur noch Gruppentherapie verschreiben." (Unfallarzt!!!)

Diese traurige Liste ließe sich endlos weiter schreiben.
Doch in den meisten Fällen sind die Ängste größer als der tatsächliche Verlust.
Mit guter Zusammenarbeit, genauer Kenntnis der Fakten, ausschöpfen seiner Möglichkeiten und ein wenig Fleißarbeit ließen sich die Heilmittelregresse in den meisten Fällen erfolgreich abwehren.

Hier ein paar Tipps:
http://www.heilmittel-regress.de/newsdetails/article/berlin-bekommt-mehr-heilmittel.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=4280&cHash=8d442c7701a6bb1acff0231376c066d6

Für Berlin zwar nicht ausreichend genug Infos, aber wir haben ja auch Leser aus anderen Bundesländern ;-))

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Mittwoch, 19. Oktober 2011

Liebhaber zu Besuch

Eine Frau hat immer Besuch von ihrem Liebhaber, während ihr Mann bei der Arbeit ist.


Eines Tages versteckt sich der neunjährige Sohn im Schrank um zu beobachten, was die beiden denn so machen...

Auf einmal kommt der Ehemann überraschend nach Hause und die Frau versteckt auch ihren Liebhaber im Schrank:

Der Sohn: "Dunkel hier drinnen..."

Der Mann (flüstert): "Stimmt."

Der Sohn: "Ich hab einen Fußball..."

Der Mann: "Schön für Dich."

Der Sohn: "Willst Du den kaufen?"

Der Mann: "Nee, vielen Dank!"

Der Sohn: "Mein Vater ist draußen!"

Der Mann: "OK, wie viel?"

Der Sohn: "250 Euro."

In den nächsten Wochen passiert es nochmal, dass der Sohn und der Liebhaber

im gleichen Schrank enden.

Der Sohn: "Dunkel hier drinnen...."

Der Mann (flüstert): "Stimmt."

Der Sohn: "Ich hab Turnschuhe."

Der Mann, in Erinnerung, gedanklich seufzend: "Wieviel?"

Der Sohn: "500 Euro."

Nach ein paar Tagen sagt der Vater zum Sohn: "Nimm deine Fußballsachen und lass uns eine Runde spielen."

Der Sohn: "Geht nicht hab ich alles verkauft!"

Der Vater: "Für wie viel?"

Der Sohn: "Für 750 Euro."

Der Vater: "Es ist unglaublich wie Du Deine Freunde betrügst, das ist viel mehr als die Sachen gekostet haben. Ich werde Dich zum Beichten in die Kirche bringen!"

Der Vater bringt seinen Sohn in die Kirche, setzt ihn in den Beichtstuhl und schließt die Tür.

Der Sohn: "Dunkel hier drinnen..."

Der Pfarrer: "Hör endlich auf mit der Scheiße!!!"

:-D

Dienstag, 11. Oktober 2011

Tulip 2011

Wer an Morbus Parkinson interessiert ist und am kommenden Sonnabend noch nichts vor hat, einen schönen Gesellschaftsabend verbringen möchte und ein bischen für die gute Sache tun will, ist hier genau richtig:

http://www.parkinson-gala.org/tulip2011.html

Viel Spaß!!!
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Montag, 10. Oktober 2011

Mehr Frauen als Männer besuchen Präventionskurse

Ärzte-Zeitung, 09.10.2011


HANNOVER (cben). Prävention ist Frauensache. Fünf von sechs Teilnehmenden in Entspannungskursen der KKH-Allianz sind Frauen, teilte die Kasse mit.

Auch die Zahl der Männer in Bewegungs- und Ernährungskursen hielt sich mit 21 beziehungsweise 28 Prozent in Grenzen. Nur bei Raucherentwöhnungskursen hielt sich das Verhältnis von Männern und Frauen ungefähr die Waage, hieß es.

Diese Ergebnisse habe eine Online-Umfrage der KKH-Allianz unter 3410 Versicherten ergeben, die in den letzten zwei Jahren an einem Präventionskurs teilgenommen haben, teilte die Kasse mit.

"Kursangebote erreichen die Männer nur unzureichend"

Generell könnte sich aber fast jeder zweite Mann vorstellen, einen Präventionskurs zu besuchen, wie eine weitere Analyse der KKH-Allianz ergab.

"Offenbar erreichen die derzeitigen Kursangebote die Männer nur unzureichend", sagt Dr. Okyta A'Walelu, Leiterin des Präventionsteams bei der KKH-Allianz. "Zukünftig brauchen wir in diesem Bereich verstärkt Anreize für Männer."

Das gelte umso mehr, da sich Präventionskurse für die Teilnehmer offensichtlich lohnen: Im Schnitt gaben vier von fünf Teilnehmern an, der jeweilige Kurs hätte längerfristige positive Effekte auf ihre Gesundheit gehabt, so die KKH-Allianz.
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Freitag, 9. September 2011

Trotz Rückenschmerzen in Bewegung bleiben

Bewegung ist das A und O für eine rasche Genese bei nicht spezifischen Rückenschmerzen. Bei chronischem Schmerz ist eine Trainingstherapie indiziert.


Von Ulrike Maronde

Bei akuten, subakuten oder chronischen nicht spezifischen Rückenschmerzen sind Beratung des Patienten und körperliche Bewegung die grundlegenden Behandlungsmaßnahmen, unterstützt durch eine medikamentöse Schmerztherapie. Ziel dieser Maßnahmen ist, dass die Patienten innerhalb kürzester Zeit ihre Alltagsaktivitäten wieder in vollem Umfang aufnehmen können.

Im Rahmen der Beratung werden die Patienten über den meist gutartigen Verlauf der Beschwerden aufgeklärt. Auch sollte ihnen erläutert werden, warum es so wichtig ist, trotz Schmerzen und dadurch bedingter Bewegungseinschränkungen aktiv zu bleiben: Inaktivität fördert den Abbau der Muskulatur und führt zu Defiziten bei Muskelkraft und -koordination.

Folglich kann der Rücken dann schlechter stabilisiert werden, was wiederum Rückenschmerzen hervorrufen kann. Zweck der frühen Mobilisierung ist also, einer Dekonditionierung der Muskulatur vorzubeugen und zugleich eine Chronifizierung der Schmerzen zu verhindern.

Die Patienten sollten deswegen aufgefordert werden, sich viel zu bewegen und ihren normalen Tagesablauf soweit wie möglich beizubehalten. Wichtig dabei ist eine unterstützende, konsequente Schmerztherapie, wie in der neuen VersorgungsLeitlinie (NVL) Kreuzschmerz betont wird. Denn Bewegung und Aktivität sind nur bei ausreichender Schmerzlinderung möglich.

Bettruhe als therapeutische Maßnahme wird bei nicht spezifischem Rückenschmerz ausdrücklich abgelehnt, da sie der Frühmobilisierung entgegenwirkt und das passive Krankheitsverhalten stärkt. Allenfalls kann sie in Einzelfällen aufgrund der Schwere der akuten Beschwerden für wenige Stunden bis Tage in Erwägung gezogen werden.

Bewegungstherapie oder Krankengymnastik soll der NVL zufolge bei akuten (weniger als sechs Wochen Dauer) nicht spezifischen Kreuzschmerzen nicht verordnet werden. Dagegen wird die Bewegungstherapie als primäre Maßnahme bei subakutem (seit mehr als sechs Wochen bestehendem) oder chronischem (länger als zwölf Wochen dauerndem) nicht spezifischem Kreuzschmerz als primäre Behandlung empfohlen.

Bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen hat sich eine mehrwöchige Trainingstherapie als wesentlicher Baustein einer multimodalen, interdisziplinären Behandlung bewährt. Ziel dabei ist es, die körperliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und vor allem auch das Vertrauen in die eigene körperliche Belastbarkeit zu stärken.

Konkret zielt die Trainingstherapie darauf ab, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination sowie die allgemeine Fitness zu verbessern. Durch systematisches Training wird die bei chronischen Schmerzen erniedrigte Schmerzschwelle wieder erhöht - die Patienten haben infolgedessen weniger Schmerzen.

Wichtig für den langfristigen Erfolg ist, dass die Patienten nach Abschluss der Trainingstherapie weiterhin regelmäßig Sport treiben, um die erreichte körperliche Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit zu erhalten und Rezidiven vorzubeugen.

Quelle: Ärztezeitung.de

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Dienstag, 30. August 2011

Kasseninstitut gibt der Ergotherapie gute Noten

BERLIN (hom). Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WidO) hat den in Deutschland praktizierenden Ergotherapeuten ein gutes Zeugnis ausgestellt.




Die Therapeuten nutzten "in allen Phasen der Behandlung die zur Verfügung stehenden Methoden engagiert und kreativ für eine individuelle Behandlung", sagte der stellvertretende WidO-Geschäftsführer Helmut Schröder unter Verweis auf eine gemeinsam mit der Hochschule Magdeburg-Stendal erstellte Untersuchung.



Allerdings seien viele Behandlungstechniken der Ergotherapie bisher nicht genügend wissenschaftlich untersucht. Hier bedürfe es weiterer Studien.

Quelle: ÄrzteZeitung.de
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Sonntag, 28. August 2011

Literarischer Rundgang durch das Stadtbad Steglitz

Am Freitag, 2. September 2011 um 18:00 Uhr
Eintritt 10,00 Euro

Eine Kooperation des Heimatvereins und Gabriele Berger, Besitzerin des Stadtbades. Bei einem Rundgang sehen Sie die große Schwimmhalle sowie die Wandmosaiken im Saunabad, die das aus der Jugendstilzeit stammende Gebäude prägen. In szenischen Lesungen wird typisches Schwimmbaderleben nachgestellt.


Kartenreservierung unter 030/ 54 77 31 18


http://www.stadtbad-steglitz.de/termin.html?&tx_ttnews[tt_news]=575&tx_ttnews[backPid]=12&cHash=edfd972d8d 
 
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Mittwoch, 17. August 2011

Adipositas-Prävention

Kann man sich schlank kauen?


Quelle: springermedizin.deQuellendetails Quellendetails

publiziert am: 16.8.2011 18:00

Quelle: springermedizin.de

Autor: Dr. Beate Schumacher

basierend auf: Li J et al. Improvement in chewing activity reduces energy intake in one meal and modulates plasma gut hormone concentrations in obese and lean young Chinese men. Am J Clin Nutr 2011;doi:10.3945/ajcn.111.015164



Jeden Bissen gründlich kauen: Das reduziert die Kalorienaufnahme.

© Alexander Trinitatov / shutterstock.com

Der Zusammenhang zwischen Kauen und Übergewicht ist umstritten. Nach einer neuen Studie neigen dicke Menschen jedoch eher dazu, ihr Essen herunterzuschlingen. Mehr noch: Gründliches Kauen senkt der Studie zufolge die Kalorienaufnahme und aktiviert Darmhormone, die den Appetit hemmen.

An der Studie beteiligten sich 30 junge Männer, von denen 16 schlank (BMI = 20 kg/m2) und 14 adipös (BMI = 30 kg/m2) waren. Ihr Essverhalten wurde per Videokamera analysiert: Die übergewichtigen Männer nahmen zwar keine größeren Bissen als die normalgewichtigen, aber sie aßen schneller und kauten weniger (18- statt 23-mal pro Bissen). Da sie außerdem länger tafelten, führten sie sich erwartungsgemäß auch deutlich mehr Kalorien zu.

Kauen senkt Kalorienaufnahme

Im zweiten Teil der Studie wurde untersucht, wie sich das Kauverhalten auf die Energieaufnahme auswirkte. Die Probanden sollten bei zwei identischen Testmahlzeiten jeden Bissen entweder 15-mal oder 40-mal kauen. Der Effekt bei den schlanken und bei den dicken Männern war der Gleiche: Wenn sie häufiger kauten, nahmen sie im Mittel 11,9% weniger Kalorien zu sich.

Das gründliche Kauen führte ebenfalls in beiden Gruppen zu einer Abnahme des Plasmaspiegels des appetitstimulierenden Hormons Ghrelin. Gleichzeitig wurde im Plasma ein Anstieg von Glucagon-like Peptide 1 (GLP 1) und Cholecystokinin (CCK) gemessen, beides Hormone mit appetithemmender Wirkung. Glukose- und Insulinspiegel von Viel- und Wenigkauern unterschieden sich nicht.

Neuer Risikofaktor für Adipositas?

Die Studienautoren schließen aus den Ergebnissen, dass „wenig Kauen ein Risikofaktor für Adipositas ist“. Gründliches Kauen dagegen könne – zum Teil vermittelt über die Modulation von Darmhormonen – die Energieaufnahme reduzieren. In der „Verbesserung der Kauaktivität“ sehen sie daher ein (ergänzendes) Mittel zur Adipositasprävention.

publiziert am: 16.8.2011 18:00 Autor: Dr. Beate Schumacher Quelle: springermedizin.de basierend auf: Li J et al. Improvement in chewing activity reduces energy intake in one meal and modulates plasma gut hormone concentrations in obese and lean young Chinese men. Am J Clin Nutr 2011;doi:10.3945/ajcn.111.015164
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